20K
März 1590.
I3N.
Conferenz der Orte Uri, Schwhz und Nidwalden.
Brunnen 1500, nach 28. März.
„Stadthaldter Lussi ist Bot gan Brunnen ivordcn mit dem Beuclch, der Gwarden Knächten zu Thurin mit denwie inen zu ihren vsistendcn Zallungcn möchte verhnlffen werden, Bnderrcdnng zu thun, darmit valqendts nff einem 7orth>)i^Tag desto stattlicher darin handle» khönne vnd wir 3 Ordt Einmündig syen." — Der Abschied fehlt.
Rathschlaq vom 28- März W9n im Nidwaldner Näthe^ und Landleutenprotokoll, fol.
R3R.
Abordnung von Zürich, Basel und Schasfhausen nachBern. 1500. 20. März (Donstag den 10. März a. K.).
kantontarchi« Schafshaus«».
Gesandte: Zürich. Heinrich Thomman; Hans Heinrich Schund. Basel. Jakob Oberried, Pa>>"^Herr; Hyposit n, Collibns, Stadtschreiber. Schaffhansen. Johann Jinthurn, des Raths.
Vor Kleinem und Großem Rath zu Bern tragen die Abgesandten von Zürich, Basel und Schaffh"^Folgendes vor: Daß Bern ans das dringende Ansuchen der drei Städte endlich nachgegeben habe, nicht wden 5. Artikel (im Friedensvertrag mit Savoyen), welcher dem genfischen Bund zuwider, zu streichen,auch dem Herzog von Savoyen das hülfliche Bündniß aufzusagen, das freue sie sehr, weil dieses sowohl ZFortpflanzung der wahren christlichen Religion und zur Erhaltung von Berns wohlhergebrachter Rcputo >als dem gemeinen Vaterland zum Besten gereichen werde. Da es sich nun darum handle, über daS fe""Verhalten sich zu verständigen, weil diese Abkündung ohne Zweifel dem Herzog nicht gefallen und er sichrächen suchen werde, und da sie auch des französischen Ambassadors von Sillery Gutachten darüber ver»o>""^haben, können sie ihren lieben Eidgenossen von Bern nicht bergen, wessen sich ihre Herren und Obern da"entschlossen haben. Zuvorderst hätten sie wohl leiden mögen, es, als am meisten dabei intcressirt, hätte istzu Beschleunigung der Sache seinen Entschluß, wie solches vor wenig Tagen verabschiedet worden, ^ .zugeschikt; weil dieses aber nicht geschehen, finden sie nur zwei Wege offen, entweder den der Gütlichkcit o^den der Waffen. Wie sich Bern wohl zu erinnern wissen werde, sei ihre Meinung nie gewesen, es
iiiil
den benachbarten Fürsten und Herren zu halten sei klug und ehrenvoll, wenn es der wahren Religio" "
seinen Nachbarn also zu söndern, daß es gar keinen Frieden mit ihnen annehme; denn gute Korrespondenz
dei« ältesten Bündnissen keinen Nachtheil bringe. Deßhalb wären sie noch immer der Ansicht, daß '»"" ^Herzog von Savoyen in einem freundlichen Schreiben die Motive, warum es den neugemachten B»»dFrieden nicht solemnisiren könne, hätte mittheilen sollen, mit dem nachbarlichen Erbieten, im Übrige" "Freundschaft ihm gegenüber zu hallen. Die drei Städte vermeinen, daß dieses nicht allein denen, welche