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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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October 1589.

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Wegen der Kriege in Frankreich und Savohen und wegen den Friedensuntcrhandlunge» zwischen^"boyn, und Bern ward der gegenwärtige Tag ausgeschrieben. Da nun der savohischc Anibassador keinenstimmten Bescheid geben kann, während man doch mit dem Herzog in einem Bündniß steht und ihm auchfechte bewilligt hatte, so wird mit dem Ambassadvr deßwcgcn ernstlich Riiksprache geuommeu. Und weil dervliig uou Navarra durch die zwei Schreiben an Bern und an die katholischen Orte, die einander wider-spreche,,, als ein falscher Fürst sich erwiesen hat und die Katholischen ohnehin gewarnt worden sind, so will'"a>, hieran- noch Weiteres erwarten, bevor man sich in eine Berathung einläßt. I». (S. n. Thurgau). e. Da"d lutherischen aus der Stadt Cvnstauz gewiesen worden sind und nun im Thurgau sich niederlassen möchten,^ die katholischen Orte nicht zugeben zu dürfe» glauben, so wird dem Landvogt im Thurgau die Weisung^cheilt, bis zu einer Zusammenkunft der regierenden Orte Niemanden die Niederlassung daselbst zu erlauben.

' Der päpstliche Nuntius i» der Eidgenossenschaft, Octavius Bischof zu Alexandria, sucht in einem einläß-^ ie» Bortrage darzuthun, wie die katholische Kirche in Frankreich bedroht sei und wie der König von Navarra" Lutheraner begünstige; dabei bittet er dringend, die katholischen Orte möchten ihre in Frankreich befindlichen"Uppen entweder heimbernfen oder doch wenigstens beauftragen, ans dem Dienst des Königs von Navarra^ deten. Daher wird der Vorschlag mi rntitianixlnm genommen, daß von jedem der V Orte und vonewnrg ein Rathsbote nach Solothnrn abgeordnet werde, nm auch dieses zur Mitwirkung zu vermögen.^ an Appenzell und den Abt von St. Gallen werden in diesem Sinne Zuschriften erlassen, v. Der spa-iche Ambassadvr, Pompejns della Croce, übergibt (am 14. Octobcr) seinen schriftlich abgefaßten Vortrag,er das Begehren stellt, die sechs Orte möchten Solothnrn davon abmalmen, dem König von Navarra^»hangen, und worin er ersucht, der katholischen Liga in Frankreich Hülfe und Beistand zu leisten, indem auch" König alle seine Macht daran sezen werde. An demselben Tage eröffnet der Abt von Clermont, als^mndter der verbündeten katholischen Fürsten, Stände »nd Städte in Frankreich: Bekanntlich sei der Cardinal" Bourbon, dem dieses gemäß Recht und Billigkeit und nach den Sazungen Frankreichs gebühre, zum KönigMt worden; derselbe könne sich aber vor der Hand noch nicht nach Paris verfügen, weil er die katholische""»Macht nicht schwächen oder theile» dürfe. Die katholischen Fürsten halten es nämlich zur Sicherung destische,, besonders dringlich, dem Feind, nämlich dem König von Navarra, der sich in die Normandie

^^üezoge» habe, nachzusczen und ihn zu schlagen. Daselbst soll er bereits eine große Niederlage erlitten haben"'p in einem Schloß von dem katholischen Heere belagert werden, wcßhalb am 14. und 15. September inKirch?» in Paris Dankfcste gefeiert worden seien. Nun vernehme er, der Gesandte, daß des Königs" Navarra Gesandter die Sachen anders darstelle und zum Vortheil seines Fürsten ausbente, »m die Eid-^"vssen für ein Bündniß mit ihm günstig zu stimmen, und daß er ihnen die Bezahlung ihrer Anforderungenspreche; xr aber dürfe es der Einsicht der katholischen Orte zu bcnrtheilen überlassen, was das für ein^ Freundschaft sein möchte zwischen den eidgenössischen katholischen Orten und einem Fürsten,^ "'cht katholisch und stets in Verbindung gestanden sei mit allen Irrgläubigen ganz Europas; auch gebe er'/ durcheilen, wie sie vom König von Navarra Bezahlung erlangen könnten, da derselbe in Frankreich keinebcild^ Stadt im Bcsiz habe, während sie von den katholischen Fürsten genügende Versicherung über^ >l!" Berichtigung ihrer Anfordcrnngcn an Frankreich in Händen haben; noch jüngst habe er von seinem^ste» eine Ratification der durch Herrn de la Motte seiner Zeit gemachten Zusicherungen erhalten und er»Mi stündlich einenverordneten Bcvclchhabcr" mit den nöthigen Geldsummen. Beide Vorträge werden