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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Juli 15ö9.

wäre. Derselbe habe erstlich gemeldet, dast ihm der König befohlen habe (ob diesem wahr sei, lassen sie aus sich beruhe»)-gemcinen Orten sein Befremden uuszudrüken, das, einige unter ihnen (die V Orte damit meinend) in dem jüngst geworbenenAusbruch ihni ihre Hülfe abgeschlagen, dagegen seine widerspünstigc» Unterthanen unterstüzt haben. Darauf müssen sie erwidern,dast sie ihren Zuzug zu den vereinigten katholischen Fürsten und Stünden in Frankreich aus rechtmüstigen Ursachen gelb»»haben, wie ans ihrer damals abgegebenen Declaration zu ersehen sei. Sie stellen vor allem ans in Abrede, dast sie ^Empörung in Frankreich begünstigen; wer aber an all' dem Jammer die Schuld trage, wisse die ganze Welt und auchNmbassador wüstte es, wenn er es offen gestehen wollte oder dürfte. Wem die französischen Angelegenheiten bekannt seieu,müsse ohne Scheu zugeben, dast dieselben von der Zeit der Versammlung der Neichsstände bis zurjümmerlichen BlüsW"Exemtion" zur Hoffnung berechtigten, die Ruhe werde in ganz Frankreich bald zurükkchren, und es wäre diest geschehen, wen»die klüglich« That nicht sogüchling" und unverhofft erfolgt würc. Wer nun nicht taub oder blind sei, der müsse bekenntdast die, denen man die Ursache der gcgcnwürtigcu Empörung beimistt, am allerwenigsten daran schuldig seien. Weil da»"die vereinigten katholischen Fürsten und Stünde gesehen, wie man ihnen unverschuldet nachgestellt und alle Mittel versushabe, sie und die katholische Religion zu unterdrüken, so haben sie die katholischen Orte um Hülfe angerufen, was lczteCihnen nicht haben abschlagen können und wozu sie als freie Katholiken wohl befugt gewesen. Der König und auch derbassadar behaupten zwar stets, dast er auf nichts anderes bedacht sei, als die katholische Religion in seinem ganzen Reich i"erhalten und zu befestigen; wenn dem also sei, wie könne man es denen, welche dasselbe anstreben, übelnehmen, oder wann"verfolge man die, welche den wahren Glauben zu schirmen bestrebt seien und schon so oft Leib und Leben, Gut und Blntfür dasselbe und für den König cingesezt haben, und warum wolle man die verlästern, welche dieser christlichen Mein»auch seien? Wenn sodann der Ambassador melde, der König sei durch die Vorsehung Gottes ans den Thron gcsezt, seiein Heiligthum vom Himmel herabgesandt, so haben sie darauf nicht viel zu antworten, sondern das Urtheil stehe bei Gound darüber könne jeder denken, wie er es verstehe oderappassionirt" sei. Es bedünke aber die katholischen Orte, ^Behauptung, die Könige mögen handeln, wie sie wollen, man solle sie nichts desto weniger in hohen Ehren halten, n'zimlich schimpflich" und der Ambassador wahre damit seines Fürsten Reputation schlecht, indem er dessen Thun und Lasst"der Welt verdächtig mache. Der Nmbassador spreche auch von Übertretung der Gebote Gottes und von dem grossen U»!p""welches den Übertretern derselben folge. Wenn er damit die V Orte meine, so lassen sie jeden Rechtverstündigcn darü^urtheilcn, ob dieses nicht besser auf jene anzuwenden würc, welche ihre Hände mit unschuldigem katholischem Blut bestesund die Katholiken verfolgen, die sie billiger schirmen und lieben sollten. Sie können nicht finden, dast Gott je Regierungbestraft habe, welche seine göttliche Ehre, seinen Namen und Glaube» verfochten, fromme Christen wider unbillige Bcdrüngö^beschirmt und die Gerechtigkeit gehandhabt haben, wohl aber jene, welche das Gegentheil gcthan. Was sodann der Ann""sador hervorziehe von Unterstüzung benachbarter Stände, vom ewigen Frieden und wie sehr man der Krone Frankreich ^pflichtet sei, so erwidern sie, dast sie den ewigen Frieden (wöllchcr dann vff die stünd, so die Eron erhallten nuffst"'luttet vnd begründet") keineswegs verlezt, noch weniger die Pflichten gegenüber der Krone Frankreich austcr Acht gclasst"'sondern eher zu viel und mehr, als wozu sie verpflichtet gewesen, gcthan haben; denn wie tapfer und treu sie sch"" 'lange zu dieser Krone Gut und Blut gesczt, wie wenig man dagegen ihnen gehalten, wie man sie um die treue Mannstund das dargestrekte Gut gebracht, gleich als ob man sie inuthwillig Hütte verderben wollen, wovon übrigens viel zuwäre, dieses alles sei Gott und der Welt bekannt und bedürfe keiner weiter» Erörterung, und man finde, der Ambass" "Hütte besser gethan, davon zu schweigen. Übrigens müssen sie sich höchlich verwundern, dast nur die Kaiholischen j^ ,unrecht sollen gehandelt haben, während man ihnen früher Brief und Siegel über ihr Wohlverhalten gegeben habe. ^dann das Ausbleiben der Zahlungen anbetreffe, so bemühe sich der Ambassador, dasselbe ganz andern Ursachen zuzusch"'und den wahren Sachverhalt zuverblümen." Er gebe zu verstehen, wie die Sache auf guter. Wegen gewesen, aber bn"einige Gesandten verhindert worden. Hierüber würc nun viel zu jagen, welcher groste Ernst und Wille gexvcsen, zu bezahlwelche Summen man in wenigen Jahren aufgenommen unter dem Vorwaud, die Zahlungen an die Eidgenossen zu >e>^'wie aber das Geld anderswohin verwendet und verschwendet worden, als zum Krieg, was man doch gern glaubenwolle. Wie man die Eidgenossen stets hingezogen und sie im grösttcn Mangel und Schaden habe steken lassen, sei best""und lasse sich mit keiner Farbe verstreichen oder vertuschen. Wenn der Ambassador aus Leute anspiele, welche die Gesa»"