Mai 1588.
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jährlich den versprochenen Stndenlcnsold für zwei Jünglinge van jedem Ort zugleich mit der Pension erlegenwerde? Worauf der Herzog erwidert, die auf Ostern verfallene Pension werde man „angcnds" bezahlen, jajw wäre schon berichtigt, wenn man das Bündnis; früher beschworen hätte, bezüglich des Stndcntcnsolds werde^ Wnäß des betreffende» Artikels des Bündnisses gehalten werden. 4. Ambrosius ForncriuS von Freibnrg,Procuratvr des eidgenössische» Colleginms in Mayland und fürderhin bevollmächtigter Agent und „Sollicitator",w>rd anfs beste anempfohlen. 5. Werden dem Herzog eine Menge Snpplicationcn nnd Memoriale über ver-miedene Angelegenheiten von Personen ans den Orten und von cnnctbirgische» Unterthanen geistlichen nndältlichen Stands zugestellt nnd recommcndirt. Er überweist sie seinem Secrctär Calmona zur Bcricht-^stattnng und verspricht, den katholischen Orten zu Gefallen sein Möglichstes zu thnn.
Nach der Verabschiedung beim Herzog erstatteten die Gesandten einen Besuch beim Erzbischof, danktenfür seine ausgezeichnete Fürsorge für das eidgenössische Collcginm, empfahlen ihm die Stndircnden nndMen Procurator und ersuchten ihn, bezüglich der mangelhaften Bekleidung der Schüler die angemessenenEislingen zu crthcilen. Die eingeklagten Anliegen der Schüler werden unter Mitwirkung des NectorS bci-6^gt. Man erachtet es übrigens für dringend »öthig, das; die Orte, welche ihre Pläze nicht bcsezt haben,diese bcsczcn, damit man diese herrliche nnd so hoch »üzliche Stiftung für das Vaterland erhalten möge. —demselben Tage wurden die Gesandten in's Schloß abgeholt, daselbst mit einer überaus herrliche» Gcschüz-Mvc m,d allerhand Feuerwerk stattlich salntirt, vom Castcllan liberal! in der Festung umhcrgcführt nnd beimHvrtgehc,, wiederum mit einer Salve beehrt. Freitag den 20. kamen der Nmbassador dclla Croce sammt denhwfür bezeichneten Herren in die Herberge der Gesandten, beschenkten sie nnd noch einige Andere ans ihrem^icite mit goldene» Ketten nnd die Diener mit etwas Geld. Überhaupt wurde die ganze Gesellschaft vomtreten an des mayländischen Gebietes und während der sechs Tage ihres Aufenthalts in Mayland gänzlichnnd gastfrei gehalten. An demselben Abend ward dem Herzog noch die Abschiedsvisite abgestattet und2i. die Heimreise angetreten. Am 22. wurde in LaniS, am 23. z» JrniS, den 24. zu EriclS, den 25. zuElisen übernachtet nnd am 20. löste sich die Gesandtschaft zn iiri ans.
Was für Freundschaft nnd Ehrerbietung der Gesandtschaft ans ihrer Hin- nnd Rükreise in Uri, von den^wetbirgischen Unterthanen und von den Mayländcrn widerfahren, darüber mag jeder Gesandte an seine ObernkUchte». — über die Solcmnisation des Bnndschwnrs in Mayland wurden durch den mayländischen Canzlerlsteichförmigc pergamentene Instrumente anSgefertigt nnd den Gesandten das eine zugestellt. (S. Bci-1). „Svuil aber die Besiglnng der Honptbrieffen oder Jnstrnmcnten der Pündtnns belangt, sind diesclbig^ nachdem dieselbig Pündtnns by de» Ordtcn angenommen, im vorgcndcn 1587 Jar in den Ordten vnd" >vdem Ordt selbs fiir syn Theil vnd Harnach durch den obbcmcllten Stattschrybcr von Lnccrn, wie dzwhlich von dem der da die Sach vffgericht vnd beschloßen, vsf jetzigen Pnndtschwnr gen Meyland gcfücrt vndwlbs vor vnd ec man den Pnndtschwnr gethan, von des KünigS wegen vnd mit sincm großen Sigcl ouch^lllct morden."
diesem Abschied vcrfnsjtc t^ysat auch noch eine anssiihrlichc „Sllbstant>liche Vcrzcichinlsl vnd (krzellung was; sich off der Neys!ichw ^Ordtcn der kidtgnosischasst wie ncchst vorgcmelt sim Abschied) zugetragen vnd ine» begegnet, als sy vsf den Pnndt-Bcstültignng der Pündtnusl, mit dem König Philipyo von Hispanicn vssgcricht, gen Meylandt geritten, vsicrthalb dem nechst"r bescheidnen Adscheid. Anno 1588." Es jsl, „ebst dein textncllcn Wortlaut des Abschieds, abgcdrukt im „Archiv fllr die schwci-»icsormationsgcschichtc" l S. 74li sf.
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