März 1588.
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Confercnz der VII katholischen Orte.
Lucern. 1588, 15. März.
Staatsarchiv «»ccr», e»ccrnc> Nbsch. tt. t.1. - VaudrSarchiv Nidivaldc».
Gesandte: Lncern. Ludwig Pfhffer, Ritter, Schultheiß und Panncrherr; Heinrich Fleckenstei», Ritter,^'Schultheiß; Sebastian Feer, Panncrherr; Niklans Krns; Jost Hvldermehcr, Sckelineistcr, alle des Raths.
Ambrosius Piintiner, Landammann; Sebastian Tanner, Ritter, alt-Landammann; Jakob A Pro, des«aths. Schwhz. Kaspar Abhberg, Landammann. llnterwalden. Marqnard Jmfeld, Landammann, vonlvaldcn; Johannes Waser, Ritter, Landammann und Panncrherr, von Ridwaldcn. Zug. .HauptmannHkinrich Elsener, des Raths. Freibnrg. Martin Gottra», Sckelineistcr und des Raths. Solothurn.^»Ptniann Wvlfgang Degenschcr, Sckelmeister und deS lliaths.
^ Nach Abhörnng einer Znschrist dcö französischen Ambassadors ans Solothurn, worin er nochmals^u»i ansucht, in Betreff der ausstehenden KriegSzahlnngen die Antwort des Königs abzuwarten und inzwischen^ demselben lliachtheiligeö zu beschließen, ist man ans Ratification hin iiber Folgendes übereingekommen:' ^n den Ambassador zn schreiben, daß man seine Zuschrift in de» Abschied genommen habe und ans nächstemM z» Baden darüber Antwort geben werde. 2. Wenn bis znm benannte» Tag z» Baden eine entsprechende> Wort nicht einlangen sollte, so werde man dem Ambassador erkläre», daß man anch nichts mehr zu halte»^ l'mchtet sei und dem König keine Knechte mehr bewilligen werde, bis man bezahlt sei. 8. Daß man inzwischenu die Mittel »nd Wege bcrathcn wolle, wie man zur Bezahlung gelangen könne. I». Zürich antwortet ins U'ff der durch Konrad Dettlinger von Schwhz erregte» Unruhen. Anch langt die über Jvsna Möttcli von^ mhofszell aufgenoinmenc Kundschaft ein. Bei diesem Anlaß wird gemeldet, daß das Gerücht, als wollen^ ' von de» katholischen Orten anch lutherisch werden, schon weit in fremde Lande, sogar bis Paris gedrmige»' Daher sollen die Boten ans nächsten Tag instrnirt werden, waS man mit Zürich in Betreff des Dettlinger^che» „nd was in Betreff der Bcrlcmndnng deS Mötteli Handel» wolle. Schwhz soll alle zum Handel^hchcnden Schriften, besonders aber den Schein, welchen Dettlinger von der Obrigkeit von Zürich erhalte»' ' »ach Baden bringen. «». Jedes Ort soll seine Voten ans nächsten Tag instrniren in Betreff des lang'"Ugeu Handels zwischen Nidwalden und Michael Wäbcr von Zug, damit derselbe endlich erlediget werde;
soll sich hjg ^hi» entschließe», ob cS dem ans lcztcm Tage gemachten Vorschlage beipflichte. «I. (S. u.^ . ES waltet ein Anstand zwischen Uri und den beiden Orten Schwhz »nd llnterwalden wegen scharfenHeiben betreffs des KornkanfS. Uri klagt mm, daß cS so harte Worte nicht verdient, indem eS bisher^ als ein ehrlich' Ort der Eidgenossenschaft gehandelt habe. Schwhz gibt die Ursache seines Benehmens»nd erklärt, daß es, wenn man also de» ergangenen Abschieden zuwider und dem gemeinen Man» zum^adcn handle, dann ans das Gut greifen und dasselbe verkaufen werde. Uri sowohl als Schwhz wollen'"» dem Frieden und der Einigkeit zn lieb die Sache gütlich beizulegen versuche». Landammann Tanncr^At, daß er wegen des großen Mangels und der unerhörten Thenrnng für die cnnetbirgischen Untcrthancn^as Korn und Roggen angekauft und dasselbe um 2 Kronen niedriger und auf ein Jahr „Dings" zugeführt