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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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August 1587.

2?».

Conferenz der VII katholischen Orte.

Willisau. 1587, IL. und Iii. Hugust (Mittwochen und Donstag nach St. Laurenz).

Staatsarchiv L»c«r», Allgrm, Absch. vv> -t«. jiantouSarchtv ,rrrib»ra Ablchtcdbd. W,

Gesandte: Lucern. Ludwig Pfhffer, Ritter, alt-Schnltheiß; Jost Krepsinger, Stadtfähnrich und desRaths. Uri. Sebastian Tanner, Ritter, Laiidammailn; Jakob A-Pro, des Raths und Landesfähnrich.Schwyz. Kaspar Abyberg, Landammann. Unterwalden. Kaspar Jakob, Landamman», von Qbwalden;Johannes Waser, Ritter, Landammann nnd Pannerherr, und Melchior Lussi, Ritter, alt-Landammann, vonNidwalden. Zug. Beat Zurlanbcn, Ammann. Freibnrg. Martin Gottran, Sekclmeister; Hans Meyer,Bürgermeister, beide des Raths. Solothurn. Stefan Schwallcr, Schultheiß; Hans Jakob vom Staat,Stadtschreiber.

Veranlassung zur Ausschreibung dieses Tages waren theils die eingelaufenen Berichte über die Raub-und Brandzüge, welche das navarrische Kriegsvolk auf seinem Durchzug überall verübt, theils der Bericht derRegierung von Ensisheim, daß dasselbe den Paß vielleicht wiederum „ob sich" in das Elsaß nehmen werde,theils endlich der von Frankreich begehrte Aufbruch und die ausstehenden Zahlungen. «. Nach reislicherErdauernng der erster» Angelegenheit wird beschlossen, in der VII katholischen Orte Namen an die IV „lut-trischen" Städte und Glarus zu schreiben und sie unter Mitthcilung der Ursachen zu einem gemein-eidgenössischenTag nach Baden auf den 28. August einzuladen, wohin jedes Ort seine Gesandten init voller Gewalt abordnensolle. Dabei will man den benannten fünf Orten vorhalten, wie ihre Angehörigen bei ihrem Durchzug in denBisthümern Basel und Straßbnrg sich benommen haben. Und da über dieses „Verderben vnd Verherrgen"nicht allein die VII katholischen Orte, sondern auch ihre Nachbarn, als die österreichischen Lande, die GrafschaftBurgund, deßgleichen der König von Frankreich, die Fürsten des Bundes, sowie der Bischof von Basel sich zubeklagen haben, so soll auch der französische Ambassador ersucht werden, den Tag in Baden zu besuchen, umim Namen des Königs seine Klagen daselbst vorzubringen. Solothurn, als dem nächst gelegenen Ort, wirdaufgetragen, der Regierung von Ensisheim und dem Bischof von Basel zu schreiben und selbe einzuladen, Alleszu verzeichnen, was ihnen von diesen Durchzügen begegnet sei oder noch fernerhin zugefügt werde, und diesesans benanntem Tage durch ihre Boten vorbringen zn lassen. Durch diese Maßregeln hofft man, daß dielutherischen Orte, wenn sie wirklichen Ernst sehen und wenn ihnen erklärt wird, daß man solche Schandthatenfernerhin nicht mehr dulden werde, für deren Verhinderung sorgen werden. — Wird in den Abschied genommen.I». Der neuerwählte französische Ambassador, Herr von Stllery, übergibt seine Credenzbricfe und berichtet,warum es dem König gefallen habe, den bisherigen Ambassador, Herrn von Fleury, heimzubernfcn und stattdessen ihn in die Eidgenossenschaft abzuordne». Sodann vermeldet er des Königs freundlichen Gruß nndgnädige Gesinnung und berichtet, wie der König nach stattgehabter Aussöhnung mit den Fürsten nnd katholischenUnterthanen sich verpflichtet habe, in eigener Person sich gegen seine Feinde zn stellen und de» faulen Saamenauszurotten. Da nun diese Angelegenheit nicht allein den König, sondern auch die katholischen Orte und diekatholische Religion berühre, so möchten sie den König in dieser großen Roth nicht verlassen, sondern ihm den