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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Juli 1587.

Aufhebung des Edictes erlassenen Briefe nachsehen; man werde nicht finden, daß der König darin den Königvon Navarra der Rebellion beschuldige, wie der von Grißach gethan und woinit er beweise, daß er ein geheimerFactor und Beauftragter der Feinde des Hauses und der Krone Frankreich sei. Von Grißach beschuldige de»König von Ravarra der Rebellion, erinnere sich aber nicht mehr, daß er dem Ambassadvr von Flenn; damalsgedolmctscht habe, als derselbe den Eidgenossen die wahrhafte Ursache der französischen Unruhe» mitgetheiltund im Ramen des Königs dein Aufbruch, den Pfhffer wider seine Majestät veranstaltet, sich widersezt habe.So könne man auch mit Wahrheit nicht sagen, daß der König von Navarra Frankreich zu Grunde richtenwolle, er, dessen Interesse die Ruhe und Erhaltung der Krone sei, was aus allen seinen Erklärungen unddurch seinen Gehorsam gegen den König, selbst mit Gefahr seines Lebens, erwiesen werden könne. Eher nicht,als bis er durch verschiedene Anschläge dazu genöthigt worden, habe er zu den Waffen gegriffen und nochlange zu einem guten Frieden die Hand geboten; nachdem er aber gesehen, daß Alles nichts helfe, daß daSarme Königreich durch die langwierigen Kriege zu Grunde gerichtet werde, habe er sich endlich entschlossen, all'sei» Vermögen daran zu sezen und mit Gewalt der Sache eine Endschaft zu geben. Dazu habe er sich der,Hülfe der Nachbar» Frankreichs, welche er z» dessen Conservation geneigt gewußt habe, bediene» wollen, wohlbewußt, daß die Eidgenossen sich in keiner Weise wider das alte Bündniß würden brauchen lassen, und habebei 20,000 wohlgerttstete, für die so billige Sache der Ehre Gottes und Erhaltung der Krone willige Knechteaufgebracht. Das sei der wahre Verhalt der Sache und die Ursache, die den König von Navarra und Mit-haften bewogen haben, besagte Leute zur Hülfe zu nehmen. Wenn bei Eroberung der Städte auch „etwasfindtligkeit" vorkomme, so soll das doch keineswegs zum Nachthcil des Königs, sondern darum geschehe», damitman vor den Feinden sich bewahren und ihren Frevel desto besser dämpfen möge. Der König von Navarrawolle keineswegs, wie Herr von Grißach behaupte, die Katholischen »nterdrükcn, ja diese, die bisher nur ausFurcht zurükgehalten worden, werden sich bald auf seine Seite schlagen; in Kurzem werde man sehe», daß essich bei diesem Krieg keineswegs um die Religion handle, sondern um die Erhaltung Frankreichs. Der Königvon Navarra habe es schon selbst erfahren, daß die Religion in die Herzen der Menschen nicht mit Gewalt. der Waffen, sondern mit dem Wort Gottes müsse gepflanzt werden. WaS Herr von Grißach sage und schreibe,thue er mehr, um Uneinigkeit und Unruhen zwischen den Eidgenossen zu pflanzen, als daß er dem König einenDienst erweise, und wie derselbe sich selbst widerspreche, habe man gesehen.

I», I, It, I aus dem Eremplar im Aargauer Kantonsarchiv, HH ö, 8, 9, 1(1.

2S

Conferenz der V katholischen Orte.

Lucern. I5K7, i!l. Juki.

Ttaatsarchtv vncer»! Vmnner Absch, (1. Iü,

Gesandte: Lncern. Heinrich Flcckenstein, Ritter, Schultheiß; Ludwig Pfhffer, Ritter, alt-Schnltheiß;Sebastian Feer; Niklans Krus; Jost Holdermeycr, Sckelmeister; Jost Krepsinger, Baumeister, alle des Raths.Uri. Walther Jmhof, des Raths; „Gragg" (Jost Zgraggen), des Raths. Schwyz. Kaspar Abhberg,