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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Februar 1587.

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Conferenz der evangelischen Orte.

Äarau. 1587, 1<». Jevruar. (K. Februar alt. Kal.)

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Gesandte: Zürich. Heinrich Thoinman; Hans Eschcr, beide des Raths. Bern. Anton Gasser; HansRudolf Sager, beide Venner. Glarns. (Heinrich) Elmer, Sekelmeister. Basel. Remigius Fäsch; MelchiorHornlocher, beide des Raths. Schaffhausen. Johann Konrad Meyer, Bürgermeister.

Ans das Begehren Berns ist man hier zusammengetreten, um sich bezüglich des von den III Bündenschon wiederholt gestellten Begehrens »in Aufnahme in den Bund zu unterreden und die Sache in Betrachtder Nuzbarkcit und Wohlfahrt fiir beide Theile zu einem erwünschten Ende zu bringen. Zürich und Bernmelden nun, daß sie sich entschlossen haben, mit gemeinen III Bünden in ein Bündniß zu treten aus Grundlageder vor einiger Zeit hier in Aarau aufgestellten Artikel. Glarns möchte auch den Zehngerichtebund in dasBünbniß aufnehmen,glychergstallt vnd maßen, wie der Pundt, den sy schon hievor mit den anderen zweygenPündten habind, vermöge". Basel und Schaffhauscn erklären, sie seien bereit, mit den zwei Bünden in einBündniß zu treten und wollten es auch gerne mit dem Zehngerichtcbund thun; allein ihr Bund mit gemeinenOrten der Eidgenossenschaft gestatte ihnen nicht, ohne Vorwissen der Mehrheit der Orte das zu bewilligen;deßhalb können sie dermalen noch mit dein Zehngerichtcbund in kein öffentliches Bündniß sich einlassen, eswäre denn Sache, daß die Mehrheit der Orte der Eidgenossenschaft diesen dritten Bund auch annehmenwürde. Daher vereinbart man sich nun ans Ratification hin zu Folgendem: Weil anzunehmen ist, daß gemeineIII Bünde auf ihrem lezten Bundestage sich entschlossen haben werden, was ihre Meinung dieses Bündnisseshalber sei, so solle Zürich sie schriftlich darum ansuchen; inzwischen soll mau sich durch vertraute Personen nachder dießfallsigen Stimmung im Obern Bund erkundigen, indem von diesem Bund her sich Schwierigkeitenergeben möchten; daneben sollen Basel und Schaffhausen ihren Entschluß an Zürich schriftlich mittheilen, wiesie die zwei Bünde anzunchmen im Sinne haben und was für Bedenken sie bezüglich des dritten Bundestragen. Wenn man dann diese beiden Schreiben hat und auch weiß, wessen die Blinde sich auf dem Bundestagentschlossen haben, und von Seiten des Obern Bundes vielleicht ein Anstoß oder Hindernis) sich erzeigenwürde, so möchten alsdann Zürich und Bern, insofern sie glauben, etwas Gutes dadurch zu erreichen, eineBotschaft in die Bünde, namentlich an den Granen Bund abordnen, ihren Entschluß daselbst eröffnen lassen,die Schreiben von Basel und Schaffhausen ihnen vorlegen und sie anmahnen, die Abschließung des Bündnissesmit den Orten, welche in dasselbe zu treten Willens, zu befördern. Man hofft, auf diese Weise allerlei Practikcnabzuwenden und das Werk zu befördern. Die IV Städte sollen ihren Gesandten, welche der MühlhauserAngelegenheit wegen in Basel zusammenkommen werden, Aufträgc>rtheilen, damit, wenn inzwischen bestimmteAntwort aus Bünden eintrifft, sie sich mit einander berathschlagen, was weiter zu thun sei, damit diesesBündniß Fortgang gewinne. I». Da die Uneinigkeit und Trennung in der Stadt Mühlhausen immer nochandauert und die unruhige Burgerschaft sich so erzeigt, daß die Obrigkeit und gutwilligen Bürger in großerGefahr stehen, wie aus dem Schreiben des Raths vom 4. Februar an Basel zu ersehen ist, und da demnach