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Recht vnnd Billicheit antasten, beschwüren, verletzen oder überfallen vnnd sich güettlichen oder rechtlichenerbietens nitt fettigen, sonder mitt thättlicher Handlung fürzefahren vnderstahn wurde, allsdann soll one einich^Ansehen dises Vorbehallts der Parthy, so also angriffen, beschwärt oder überfallen wirbt, Hilff vnndwie oben gemeldet, geleistet werden.
Vnnd zu gentzlicher vnnd vollkommenlicher Bevestigung diser christlichen Pündtnus vnnd Fründtsch"^'auch daß wir die obgeschribne Verstendtnus zu beyden Theilen inn allen Puncten vnd Articklen by den ^sprochnen vnnd gethanen Ehden gethrüwlich, waar, vest vnnd stät, auch vnverbrechenlich one allehallten söllent vnnd wöllent, so habent wir Bischofs Wilhelm vnser grösser Ansigell, ouch wir ThumdechanCappittel hoher Stifft Basel, diewhl dise Verstendtnus vnnd Pündtnus nntt unserem gutten Gunst, Wwstvnnd Willen vffgericht, Vilsers Thumbcappittels gewohnlich Ausigel; vnnd demnach wir obgenante Ortt ca ^lischer christlicher Religion glhchsfals vnser Stett vnnd Länder meerer Ausigel auch öffentlich henken lasse"diser Brieffen zwen glyches Jnnhallts, deren einer zu vnser Bischofs Wilhelms Händen gelisieret, der a"in der Statt Lucern zu gemeiner vnser hierinn vergriffner catholischer Ortten Händen vsszubehalltenlegt. Beschehen inn der Statt Lucern den sechszehenden Tag Meymonats, von Christi Jhesn vnsers ^Herren, Heylandts vnnd Säligmachers gnadrychen Geburtt gezallt sechszehenhundert vnnd zehen Jar.
Stattschryber zu Lucern, m- ?'
An der libellsörmlg aus sechs Blättern auSgeserttgten Pergamenlurlunde hangen wohlerhalten die Siegel des BischosS Wilhelni vo»rothem Wachs an weib-wth-schwarzer Setdenschnur, des Domcapitcls von Basel in griinem Wachs an weiß-rother Seidenschnur, die Siegel »">»Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug, Freiburg und Solothurn in griinem Wachs an de» die StandeSsarb en bezeichnenden Seidenschniiren, "iveisiblechcnen Caxseln.
22.
Bündniß der Städte Zürich und Bern mit dem Markgrafen Georg Friedrich von Baden
1612, 2». August (19. alt. Kal.).
Staatsarchiv Zürich : Urk. Sbb.
Inn dem Nammen der hochheiligen vntheilbaren Drygsaltigkeit, Amen, thuen wir Georg Fridrich,Gottes Gnaden Marg- j gras zu Baden vnd Hochberg, Laudtgraf zu Sausenberg, Herr zu Röteln vnd B" ^Weiler w., eins, vnnd wir Bürgermeister, die Rüth vnnd der groß Rath, genannt die Zweyhnndert, der ^Zürich, vnnd wir Schuttheiß, klein vnd groß Rüth, genannt die Zwey- j hundert, der Statt BernTheils, allen denen, so disen Vereinigungsbrief sehen, lesen oder hören lesen, zuwüsßen, bekhennen auchlich inn Krafft dessen: Demnach ein gute geraume Zeit hero inn der hochloblichen teütschen Nation, vi">>geliebten Vaterlandt, j wie auch annderer Orten die Laüff sich gantz geschwind, gefahr- vnd sorglich dadises, bald eines andern fridliebenden Staudts vnd Regiments Ruin vnd Bndergang ansehen lasße"/ ^solchem Allem beh rechter Zeit fürzubauwen vnd inn gemein, sonderlich aber vnd inn particularj innFürstenthttmben, Graf-, Herrschafften, Stetten vnd Landen das enangelische Religion vnd politische ^besßer zu assecurieren, daß selbe inn guter Ruhe, bestendigem, beliebtem Friden zuerhalten vud vorEinbrechen zuschützen, wir beiderseits, als welche one das auch die Natur oder vil- j mehr der Allwe ^selbsten beysammen gefügt vnd vernachbart, zu dem von langen Zeiten hero je vnd allwegen inntrawlichem Vornemmen gestanden, darinnen auch biß dato vermitelst göttlicher Gnaden verharret, Z"