Druckschrift 
5,1,b (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
Seite
1885
Einzelbild herunterladen
 

1885

^'ticuln vnd Juhallt billich kreftigklich bcstan vnd vngcmindcrot sin vnnd bliben sollen, sich ober sidtharwuschen vns etwas Missverstandtß begäben, antreffende, wie dass Recht den Personen, so an vns den König^rnieinendt Ansprach zehabcn, ergah» vnd gehalten werden soll, da so ist erlüthcret vnd beschlossen,^ss wann einiche sonderbare Person vnser Elidtgnvschafft einiche Vordernng oder Znsprnch an vnsz den hoch-^nanipten König oder vnnscrn Nachkomen gcwnnnen oder vermeinten zchaben, vmb was Sachen daß sin'"°chte, in dem Fhal sol der Ansprccher znuvrderst sin Ansprach vnd Antigen sinen Herren vnd Obern för-^ggen vnnd erscheinen, vnd so dann gedachte sine Herren erkhennen, dass sin Sach (alls gut vnd gerecht)angesprochen vnd bejagt werden, soll demnach der Ansprccher schuldig sin, solliche sin Ansprach vnsernHeinrichen oder Vilsers Nachfharen Anwällten, in der Eydtgnoschasft residierenden, anzuzeigen oder in^wcisen dcrselbigen Gesandten dess Ansprcchers Herrn vnd Obern dasselbig vnß Kiinig Heinrich oder vnserem. ^chfharen der Lenge nach znzcschryben vermahnen, pittcn vnd zverschaffen, dass ircn Vnderthancn gnng be-ikche. Vnnd so dann wir den Ansprechenden mit Bßrichtnng vsf gedachter Herren Eydtgnossen gut Bernöegensegnen werden, sol derselbig Ansprccher damit geschweigt sin vnd vnß noch vunsere Gesandten nit wytersuchen, dersxlhjgcn Person vsf ir Vordernng nit nach Billichkheyt Vstrag thun liessendt, dan-

^»ahl gedachte Herren Eydtgnossen vsf genampts Ansprcchers Anriiefen vns snr die Richter vnd Obman^>ftlich ervorderen lassen, vnd er wider vnnß dass Recht brachen nach vcrmog der Tractatcn des Fridcns. jj^ aber wir Kiinig Heinrich oder vnser Nachfhar nach svllicher Vordernng vnsere zwcen Nichterc vf die Marchfertigen siimig vnd dess Rechtens nit sin wöllten, allsdann sollen vnd inogen der erstgedachten Herrn Eydt-^^ssen Nichtere vsf dess Klagenden Anrncfen mit desto minder ir Vrtheil vnnd Entscheydt setzen vnd geben,^iche ir Vrtheil nit minder Kraft, Macht vnd Bestcndigkheyt haben soll, dann alls ob die vier Nichter die-sainentlich geben hättcndt; vnd waß dergestallt gesprochen Wiirdt, dass Möllen wir förderlich in der Eydt-^schaft vsrichten vnd bezahlen. Glicherwyß svl es sich vnnser Kiinig Heinrichen, Vilsers Nachfharen vndVnderthanen halb verstahn vnd mit vns Gegcnwörtigs gebrncht werden.

(20.) Wo wäre, dass vnsere beydersydts Vnderthancn wider einanderen einiche Ansprachen

wohar die langen vnnd thommcn möchtindt, so sol in allwcg der Kleger den Versprechern vnndgeklagt,, besuchen vnd fnriieinme» an denen Orten vnd Enden vnnd vor dem Glicht, da derselbig An-wrvche,, gesxs^,, viind in svllichem Fhaal einem Jeden dass Recht gantz förderlich vnnd knrtz gehallten^ luth vnnd vcrmög der Tractaten dess Frydens.

^ (^-) Es svllendt ouch nach Jnhallt dess eewigen Fridens zwöschen der Cro» Frauckrych vnd gemeiner^guoschafft vfgericht vnnser der Eydtgnossen Kouflölh mit Ervordernng der Zollen vnnd in allen anderenbnnser König Heinrichen Landen nit änderst gchalltcn werden vnd wyter von ihnen nit ervorderot. ) genommen, dann wie von allterhar, by dem sy onch vngesteigcrot bliben sollendt; dieselben vnnser beyder-Pilger, Potten vnd all Ander, so in vnnser beydersydts Landen handlcn vnd wandlen, sollendt) inst irem Lyb vnd Gut fry, sicher vnd vnvcrsncht wandlen vnd handlen nach irer besten Glegenheyt, doch^ seines Betrugs vnd Lists darin gcbrnchen.

Hierzwöschcn ist onch zwöschen vns beschlossen, dass gcgenwörtige Vcreynung vnnd Tractat sollesv^ vorgehende vstruct) verstanden »verde» zu Schutz vnnd Schirm aller Herrschafften vnnd Länderen,

^"uig Heinrichen Herr vnd Grosanherr Franciscns der Erst diss Namens hochloblichcr Gcdächtnnß ingchapt^Icsse» hat, hie discndt vnd cnent dem Gebirg, szu der Zyts da die letst Bereynnng ohn eine s?j zwöschen im?