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5,1,b (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
Seite
1803
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Abtei lind Thal Engelberg. 1597. 1598.

1803

1597.

Art. 129. Die Einnahmen des Gotteshauses während eines Jahres betragen an Vieh, Anken, Molken,Getreide, Korn nnd Haber, Geldzinsen, Heu-, Nuß- und genieinen Zinsen 2800 Gulden 2 Schilling, die Aus-gabe» dagegen in Summa 2994 Gulden 20 Schilling 3 Haller. Sodannn hat der Abt eine Matte, die oberPhilen genannt, um 1000 Gulden gekauft und gleich baar bezahlt. Dem Abt wird treulich gedankt und er^s»cht, für gute, Haushaltung auch ferner sein Bestes zu thun, dafür werde er hier zeitlichen und dort ewigen^1» empfangen; der Convcnt soll ebenfalls möglichsten Fleiß dazu erzeigen. Absch. 331. n. 130. Die/sandten haben erfahren, daß der Abt jüngster Tage eine Matte um 3000 Pfund und für 14 Kühe Alp^ das Gotteshaus gekauft habe, es war ihm aber leztcs Jahr verboten worden, etwas für das Gottes-^'6 zu kaufen, daher man ihm nochmals ernstlich vorhält, dem nachzukommen. In Anbetracht aber, daß^ Kauf ein vorthcilhafter ist, nimmt man die Sache in den Abschied. Die Obern sollen dann innert vicr-^>» Tagen dem Abt zuschreiben, ob sie mit dem Kauf einverstanden seien oder nicht; in Zukunft aber soll erKauf mehr abschließen ohne Erlanbniß der Schirmherren. Ibiä. b. 131. Verzeichnis; der Vorräthe" Getreide, Wein, Vieh, Käse nnd andern Sachen"). Ibiä. e. 132. Was noch weiter verhandelt worden' "uch des untern Gotteshauses halber, weiß jeder Gesandte seinen Obern zu berichten. Ibiä. ä. 133.. aiiimann Waser soll sich nach Engelberg verfügen, thcils in Sachen der Anforderung des LandammannInter von Schwyz, theils nin den Abt anzugehen, daß er dem Frauenkloster wegen des erlittenen Hagel-ladeus möglichste Hülfe angedcihcn lasse. Absch. 340. l.

1598.

^ Art. 134. Die Jahrrechnung des Gotteshauses erzeigt an Einnahmen, laut dem großen Rechenbuch, inschein Alles spccificirt eingetragen ist, 3878 Gulden 36 Schilling, die Ausgaben nur 2 Bazcn mehr. An^snbern" Rechnung haben die Gesandten gutes Venügen und verdanken sie dem Prälaten. Absch. 351. n.135. Dem Begehren des Prälaten, ihn der Negierung und Abtei wegen seines hohen Alters und andernHänden zu entlassen und einen Andern an seine Stelle zu sezen, nämlich den Herrn Sigrist, können die^ laichten, da sie hiezn weder von geistlicher noch weltlicher Obrigkeit Befehl haben, nicht ensprechen, zumall^gen das Interesse des Gotteshauses wäre, sie nehmen jedoch den Gegenstand in den Abschied. Ibiä. b.ihr Gottesdienstes halber findet sich, daß sowohl Jhro Gnaden als die übrigen Convcntherren allezeit^Bestes thun; jedoch wird dem Prälaten ernstlich befohlen, noch etwa drei oder vier Priester zu sich zu^""t die schwere Bürde, die sonst auf seinen Achseln liege, gemindert und der Gottesdienst gemehrtg»<ch^' ^ "Dcn'nebent will Herr Melchior so ein Zitlang ehrlichen gedienet, hendt M. H. ihro

H Zuogesprochen welle ihnen Herrn Melchior in gncdigen befolch haben sin Kompetenz werden zu lassen,sy ^ hat M. H. bedunkht, dz in dcmselbigen der pfruondt halben etwas Verbesserung solte beschechen; danwelcher zu ziten regiert den Herren des Conuents ein gnoten notdurftigen vietum obnach des Neligions bruch geben sellendt sy dz Gotshuß nit mit witerer Competenz beschwerden,

Kühe, 10 Zcitrindcr, 2 Zeitliche, 7 Zcitsticrc, 20 Mcißrindcr, 13 Mcißstierlcin, 2 Wucherochscn, 19 junge und alteA. ^ Meißstiere, 30 Kälber, 10 schwere Schweine, 4 Melk,gegen, 42 Zicgcnbökc, 26 kleine Ziegen (Gizi), 300 Käse; Weinlind bis zur andern Ernte ausreichend; das Silbergeschirr ist gemäß dem Inventar so, wie es dem Abt übergebenw, vorhanden.