Abtei und Thal Engelberg 1587. 1793
die Conventnalen dein Abt nicht die gebührende Achtung und den schuldigen Gehorsam erzeigen. Daher^rden erstere zum Gehorsam ermahnt, lezterm aber anbefohlen, gegen jene als Vater sich zu benehmen. Ibid. Z.^ Hans Giger hat sich schon einige Mal ans dem Kloster entfernt und ist dann vom Nuntins ermahntMden, zurükzukehren. Dieser Handel wird in den Abschied genommen. Ibid. b. — 10. Da sich herausstellt,"ß der Abt nicht alle Schulden angegeben hat, wird dem Vogt aufgetragen, einen Kirchenruf ergehen zuossen, damit Jeder seine Anforderung eingebe. Ibid. i. — 11. Dem Abt wird befohlen, in Betreff des Kirchen-^es za Nöthige zu berichten. Ibid. Ic. — 12. Man will die an das Kloster St. Blasien ver-
hörten Guter wieder einzulösen suchen. Ibid. I. — 13. Verzeichnis; des Viehstandes, des Vorraths an Käse,ein und Frucht, und Ausweis über das Silbergeschirr*'). Ibid. m. — 14. Die III Schirmorte sollen nächsten°^ag ihre Voten nach Lncern senden, um in des Klosters Angelegenheit zu handeln. Absch. 25.1. — 15. Schonder lezten Jahrrcchnung war über den schlechten Haushalt, den Ungehorsam und das liederliche Leben der^"dentualen Klage geführt worden. Nun wird auf Genehmigung hin der Obern beschlossen, der Thalvogt^ Man Zelger soll die Verwaltung übernehmen, bis man dieselbe einem tanglichen Geistlichen übertragen^ o, alt-Vogt Schilter soll in der III Schirmorte Namen den Abt zu Einsiedel» ersuchen, einen geeigneten^Malter abzutreten. Absch. 27. n. — 1t». Dem Landammann Lussi, der dein Kloster zu Bezahlung der Schnl-Gulden Vorstreken will, werden die Giiter im Grafenort verschrieben. UM. b. — 17. Jedem der, ^chirmorte soll eine Abschrift zugestellt werden über den Abtausch von Kernen- und Haberzinsen, welcher^ >;ahre iZgi zwischen dem Abt von St. Blasien und dem Gotteshans Engelberg getroffen worden war.y. ^ 18. Schwhz und Unterwalden haben die Einwilligung ertheilt, daß dem Landammann Waser seine'orderung bezahlt werde, Lncern nimmt es in den Abschied. Ibid. <1. — 19. Sobald ein neuer Statthaltersein wird, will man auch über die andern Beschwerdeartikel eintreten. Ibiä. s. — 20. Man hält fürgesthikte geistliche Person als Statthalter in's Kloster zu thun, damit daselbst besser gehaus-Bs ^ ^'de. Man will auch mit dem päpstlichen Legaten Nüksprache nehmen, daß das Franenkloster in ein^^'Mvster umgewandelt und Kapuzinern übergeben werde, weil es dem Mannsklostcr viel zu nahe ist und^ diel Ursache zu schweren Sünden und Ärgerniß gibt. Absch. 34.1. - 21. Der Legat wird in Betreff des^bergevhcmdels wiederum gebeten, den Prälaten von Einsiedeln um Abtretung eines geistlichen Haushalters. "«gehen, damit das Kloster wieder in Aufnahme komme und die Disciplin hergestellt werde. Dabei wird^ vorgeschlagen, die Quart am Zürichsee und das Hans zu Lncern zu verkaufen, um des Klosters SchuldenErlös zu bezahlen. Absch. 36. I>. — 22. Der päpstliche Legat schreibt aus Einsiedeln an Lncern, daß^ Prälat daselbst eingewilliget habe, nach der drei Orte Begehren einen Haushalter in's Kloster Engclberg^ gebe,,. ^ ^ ^ Schirmvrte sollen auf nächsten Tag zu Lucern ihren Gesandten Jn-
^^"on mitgeben, um über den Hanshalt des Klosters das Nöthige anzuordnen. Absch. 41. k. — 24. Mit^Wichen Legaten soll das Nöthige in Betreff Abseznng des Abts verhandelt werden. Absch. 42. u.
^ Cticx lassen hier, wie unten bei Artikel 131, beispielsweise das detnillirtc Vcrzeichniß folgen: 45 Kilhc, 9 große Ochsen,lliiß Meißrinder, 28 Kälber, 64 Schase, 56 Geißen, 41 Gitzi, 1 Roß, 5 Schweine, 167 StUk Käse; gegen 67 große
on 36 Lagcl Eschcnthaler eingetauscht; Wein geniigend bis zu in Herbst, Kernen auch i» ziemlicher Nothdnrft, man istd/, ^Mrfrauen »och ctwas schuldig; an Silbergeschirr ist noch alles vorhanden, was dem Vogt Schilter »erzeigt worden,"^er noch 3 Stiik.
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