1722
Orbe mit Tscherlitz. 1588.
1588.
Art.' 188. Bezüglich des Gesuchs der Bauersame zu Biolcy-Orjulaz um Erlassuug des seit einige»Jahren riikstäudigen Waizenziuses von ihrem vor vierundzwauzig Jahren eingefallenen und seither nicht mehrbenuzten gemeinsamen Batofen, erhält Landvogt Vonderweid den Auftrag, die daherigen Verhältnisse Z"untersuchen und sodann Bericht zu erstatten. Absch. 71. a. — 189. Commissär Anton Grobet, der unterder Präfectur des gewesenen Landvogts Koch den Auftrag erhalten hatte, der Kirchen und Pfarreien Güter,Gerechtigkeiten, Gefälle und Zugehörden in der Herrschaft Echallens in neue Erkauntuisse zu bringen, wege»Säumigkeit in der Arbeit aber zu Zurükgabe der ihm dießfalls eingehändigten Documente und Niederlegungdes erhaltenen Auftrages veranlaßt worden war, inzwischen aber bereits circa dreihundert und siebeuzig Flon»für ausgelöste Zinse eingenommen hatte, soll durch den Landvogt zur Zurükgabe dieses Geldes nebsterlaufenem Zins, unter Androhung von Gefangeun-chmuug, augehalten werden, damit selbes zu Gunsten derbetreffenden Pfarreien unter genügsamer Sicherheit au Zins gelegt werde. Meint Grobet für seine Arbeitetwas zu fordern zu haben, so mag er sich dießfalls an die nächste Jabrrechnnug zu Freiburg wende»'Ibiä. b. — 199. N. N. (der Name ist nicht genannt) ist mit seinem Begehren um Nachlaß der Gesangsschaftskosten, da er seine Unschuld an der Folter erwiesen habe, abgewiesen worden, in Anbetracht, daß er »»"zum zweiten Mal böser Handlungen beschuldiget, gefangen gesezt, peinlich verhört und nach bestandener Marterledig gelassen worden sei, während die Ankläger darüber gerichtet worden seien, „derhalben siner Frourbkheitnit wol bekhundtschafftet ist". Ibiä e. — 191. Die Prädicanten der Herrschaft Echallens, welche begehre»,man möchte ihnen den zukommenden Pfrundwein in einem bestimmten Maß, nämlich 12 Sexter für ein F»t"zu Theil werden lassen, werden auf bessere Zeiten vertröstet, da der dießjährige Weinwachs von geringe"'Ertrage sein werde. Ibiä. ä. — 192. Da die beiden Pfarrhäuser zu PoliezAe-Grand und Bottens >»bewohnbarem Zustande sich befinden, so erhält der Landvogt den Auftrag, das besser gelegene herstelle» Z"lassen, damit der Pfarrer kommliche Wohnung darin haben möge. Ibiä. e. — 193. Das zwischen der S»Lausanne und dem Pfarrherrn zu Assens wegen eines streitigen Zehntens getroffene Ueberciukomine» w>nach dem Antrage des Landvogts von Tscherlitz gutgeheißen. Ibiä. k. — 194. Da einige Zinsleute z»vornay und Sulens etliche Stüke Äker, Näben, Gärten und Vünten wegen zu hohen Zinses aufgegeben habe»,erhält der Landvogt den Auftrag, fragliche Stüke ausrufen zu lassen, um sie lehensweisc an den Meistbietendezu vergeben. Ibiä. Z. — 195. Auf Anbringen des Landvogts, daß wegen Mangelhaftigkeit der Erkannt»'^des Schlosses Echallens viele Bodenzinse seit langer Zeit nicht mehr entrichtet worden seien, so daß er dadwin Schaden komme, da er, gestüzt auf die alten Zinsrödel und Rentiers um alles Einkommen vollkonu»Rechnung abgelegt habe, wird die Ernennung zweier „verrümpter" Commissäre beschlossen, die die ^e»ei»'ü^dieses Gegenstandes beförderlich an die Hand nehmen sollen. Ibiä. b. — 196. Der Landvogt bringt an,etliche seiner Amtsnnterthanen wegen nächtlichen Spielens und Schlägerei bnßfällig geworden, aber aufklagen hin jeder nur um 5 Gulden- gestraft worden sei, was ihm zu gering erscheine, wcßwegcn er das 19 ^nicht angenommen habe; er bitte nun um Rath, wie er sich in der Sache verhalten solle. Der Gege»^»'wird den Obern hinterbracht und der Landvogt angewiesen, denselben auf nächster Jahrrechnnng inwieder vorzubringen. Ibiä. i. — 197. Dem Zimmermann Kaspar Cousine sind als Ergezlichkeit des geh»Verdings, den Dachstuhl des Pfarrhauses zu Assens zu machen, von jeder der beiden Städte drei
Tuch verehrt worden. Ibiä. k. — 198. Den beiden armen und presthaften alten Frauen Thevenaz de
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