66—wurde, so nahm Brummer den Dienst in der va-canten Gemeinde zu Emmerich wahr. Hier erwarber sich bald die ganze Liebe der Gemeinde, welcheihn noch in demselben Jahre am 16. Julius ein-stimmig zu ihrem Prediger wählte. Diesen Rufnahm er an, ob ihm gleich in derselben Zeit zweyandre vortheilhafte Anträge gemacht wurden. Erkonnte nähmlich die Stelle zu Wasserhorst beyBremen und eine Feldprediger=Stelle bey den ko-niglich=dänischen Truppen erhalten, die ihm schonden 1. Julius angebothen worden war. Sein per-emptorisches Examen ward von der elevischen Classeauf den 13. October verlegt, und den 15. verbander sich mit der Gemeinde zu Emmerich. Bey die-ser Gelegenheit predigte er über 1 Thessalon. II. 8.Jn dieser Zeit ging das verbündete Kriegsheer un-ter der Anführung des Herzogs Ferdinand von Braun-schweig bey Lobith über den Rhein; die Stadt Em-merich ward durch die Gegenwart dieses Heeres mitſtarker Einquartierung heimgeſucht, und ſo wurdeauch unser guter Brummer gleich bey dem Antritteseines dortigen Lehramtes auf mannichfaltige Weisebeunruhiget. Die herzliche Liebe seiner Gemeindeversüßte ihm indessen die Bitterkeit seiner damahli-gen Lage. Die Anhänglichkeit seiner Zuhörer anihn, welche sich auf sein edles Herz und seinen ex-emplarischen Wandel gründete; wodurch er auch auchandre Religions-Genossen erbaute und zu seinen
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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