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Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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24Die Drangsale des letzten beyspiellosen Krieges,unter welchen wir alle litten, verschonten auch Eu-ren ehrwürdigen Lehrer nicht. Wie oft sah' ich sei-ne Kniee wanken, wie oft ihn erblassen, wenn stür-mische Krieger sich mit Ungestüm seiner einsamenWohnung näherten. Wie sorgenvoll waren damahlsseine Tage; wie schlaflos seine Nächte. Die Ab-nahme seiner Kräfte rührt zwar von seinem Alterher; aber die schnelle Abnahme derselben, schreibtsich doch wohl vorzüglich von jenem traurigen Zeit-punkte her. Wären nicht beßere Vorkehrungen vonunserer theuren Gemeinde getroffen worden, schwer-lich hätte der Greis sein Leben bis auf diesen An-genblick gefriſtet.Dieser Euer Lehrer verlebte seine Tage einsam,zumahl in den späteren Jahren; die engern Famili-enbande umschlungen ihn nicht, die so mannigfalti-ge Geschäfte, Sorgen und Leiden herbeyführen, unddie Einen Menschen, oft von mehreren Seitenzugleich empfindlich berühren können. Aber ebenso können auch diese engeren verwandschaftlichen Ver-bindungen manche Bequemlichkeit, manchen frohenLebensgenuß, manche Ausſpannung und Erleichterung,manchen Trost und manche Beruhigung gewähren.War nun Euer Lehrer gleich befreyt von den Lastenund Beschwerden besonderer gesellschaftlicher Ver-hältnisse: so entbehrte er doch auch den freundschaft-lichen Trost und die warme, innige Theilnahme,