13und Heiterkeit geben muß in der bangen Stundedes Todes? — Doch! ich muß hier abbrechen,man könnte mir sonst leicht eine übertriebene Vor-liebe für meinen Stand zur Last legen; man möch-te mich beschuldigen, daß eine gewiße Partheylich-keit für denselben durchschimmere. Aber Gott istmein Zeuge, daß nur die gute Sache der Wahr-heit und der Tugend mir vor Augen schwebte; daßich an die Personen des Lehrstandes nur in sofern dachte, als sie zu Beförderern dieser guten Sa-che bestimmt sind und in so weit sie das wirklichleisten, was ihre wichtige Bestimmung ihnen auflegt.Nachdem wir es nun versucht haben, die Be-ſchaffenheit und Pflichtmäßigkeit des Andenkens anchristliche Lehrer im Allgemeinen zu zeigen: so laßtuns nun noch insbesondere sehen, wie sehr derLehrer unseres dankbaren Andenkens werth sey,welcher, mit dem heutigen Tage sein treugeführtes Lehramt niederlegt. Er war EuerLehrer; er hat Euch das Wort Gottes gesagt;er verdient es, daß Ihr an ihn denket.Er hat Euch das Wort Gottes gesagt.Er hat so manchen unter Euch durch die heiligeTaufe feyerlich zum Christenthume eingeweiht; Erhat Eure Kinder unterrichtet und sie aufgenom-men in die Gemeinschaft der christlichen Kirche. Ge-wiß erinnern sich noch viele unter Euch an die treu-
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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