34§. 44.Bedenkt auch wohl ein schwaches weibliches Ge-schoͤpf in dem Augenblick, wo es den Gefühlen seinernatürlichen Triebe folgt, wo es sich durch Schmeiche-leyen, Liebkosungen und durch herzbrechende Ausdrückeeiner lüsternen Mannsperson verführen läßt, die Ge-fahren, die Masse Elends, der es sich dadurch aus-setzt, daß es den süßen Worten ihres Verführerstraut, und sich seinem Willen übergiebt; wer dies zubehaupten wagen will, muß warlich die Natur desweiblichen Geschlechts nicht kennen. Ist es nicht viel-mehr gewöhnlich der Fall, daß ein Mädchen, welchesin dem Zeitpunkt ihres aufwallenden Geblüts den Triebder Natur befolgt, für Gefühl der Ehre einige Augen-blicke stumpf sey, sohin an die Gefahren, welche siesich durch ihren Leichtsinn vorbereitet, entweder garnicht denkt, oder daß doch die Natur über den allen-falls flüchtig aufsteigenden Gedanken der nachtheiligenFolgen den Sieg davon trägt: erst wenn es zu spat ist,stellt sich die Verführte bey kaltem Blute mit Grau-sen die Folgen ihrer Lage vor, worin ihr Leichtsinn sieversetzt hat — ganz betäubt und von so vielen trauri-gen Schreckbildern umgeben, denkt sie jetzt nur aufMittel, sich der bevorstehenden Masse Elends zu ent-ziehen, und so faßt sie Muth zu einer That, wozu siebey ganz sicheren Aussichten einer frohern Zukunft nichtwürde geſchritten ſeyn.§. 45.
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Mittel und Vorschläge wodurch ... dem Verbrechen des Kindermordes vorgebeugt ... werden würde ...
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