18hung oft zweckverfehlend, ist, liegt ferner nicht seltendarin, weil zu viel Gleichförmigkeit bey Erziehung derJugend herrschend ist, indem die oft so äußerst ver-schiedene Natur=Art der Kinder, ganz gleich behan-delt wird; man vergißt hierbey offenbar, daß durchdie Methode, womit ein Kind gebildet, ein anderesmißbildet werde. Mitunter liegt aber auch der Grund,warum eine ganz gute Erziehung die gewünschten Fol-gen nicht immer hat, darin, daß der Einfluß andererroh aufgewachsener oder schlecht erzogener Menschen,und überhaupt die schädlichen Nebenumstände, wovondie Jugend oft häufig umgeben ist, auf selbige so mäch-tig, so unwiederstehlich eindringen, daß das Gute so voneiner Seite durch die Erziehung bewirket wird, demnachtheiligen starken Druck der Nebenumstände weichenmuß. Laßt es nun endlich auch mitunter mehrmal ge-schehen seyn, daß es vorzüglich gute Menschen gegebenhabe, und noch gebe, die ohne Erziehung und sichallein überlassen, ihre Bildung erhalten haben, so be-weißt dies doch nur so viel, daß — (aber wohl zumerken, nur Ausnahmensweise) — Menschen so vielKraft und Anlage zum Guten haben können, womit siealle Gefahren und Nachtheile entfernen können, wel-che der Staat in der Regel von schlecht erzogenenMenschen zu befürchten hat. Wie viel würde man sichnun aber von solchen Menschen haben versprechen können,wenn sie das Glück gehabt hätten, eine durchaus zweck-mäßige Erziehung zu genießen,§. 24,
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Mittel und Vorschläge wodurch ... dem Verbrechen des Kindermordes vorgebeugt ... werden würde ...
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