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2 (1804) Widerlegung des von dem Professor Joseph Schram ohnlängst herausgegebenen Buches
Entstehung
Seite
81
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81der bloſen Willkähr des menſchlichen Willensanheimstellt; eine Lehre, die alle psychologi-sche Beweise, für die Substantialität, Ein-fachheit und Gewißheit des Daseyns dermenſchlichen Seele angeführt werden, fürparalogistisch, d. h. für eine betrügerischeSchlußrede hält; eine Lehre, die vorgiebt:mit gleichen Vernunftgründen mit welchen z.B. die Sätze: Die Welt hat einen An-fang, und ist begrenzt: es existirtein nothwendiges Ding als die er-ste Ursach der Welt bewiesen werden;könnten auch die denselben contradiktorischentgegengesetzten Sätze bewiesen werden; eineLehre, die behaupten will: die Sittlichkeit,die Tugend, das Gesetz, die Pflicht sey dashöchste Gut, und der letzte Endzweck desMenschen; folglich eine Lehre, die nebst die-sen berührten Abscheulichkeiten noch viele an-dere mit der größten Dreistigkeit vorträgt,ſoll nach der Vorſchrift und Weiſung desVerfaſſers der lehrſamen Jugend innigſt undunvergeßlich eingeprägt werden.Ueber die Scheuslichkeit der kantischenLehrsätzen wollen wir noch einmal den im er-ſten Theile ſchon angerühmten WienriſchenProfessor Miotti hören, da dieser in derVorrede seines Buches: über die Falsch-heit