78Wir wollen übrigens hoffen, daß wenig-stens der oben berührte würdige Zeitungs-schreiber nicht zu der angeführten kantischenGesellschaft übergegangen sey; denn, woKant die Gottheit Christi mit Aria-nern und Socinianern platterdings ab-läugnet, so könnte keinem seiner Schüler einbeabsichtetes Amt in der Seelsorge mit gutemGewissen aufgetragen und anvertraut werden.Denn bey Männern, wo die Gottheit Christiweggeläugnet wird, kann keine Frage mehrwegen dem wahren Priesterthum, vielwenigervon der Seelsorge aufgestellt werden.Indessen beeifert sich der Verfasser S. 225.u. s. w. die transcendentale kantischePhilosophië, samt ihrem Unwesen für dieJugend einzuführen und haltbar zu machen.Auf die von ihm selbst aufgestellte Frage:„Ob es rathsam sey, mit Jünglingen gleichim Anfange schon den erhabenenWeg zu betreten, den die kantische Cri-tik hierin zuerst gebahnet habe.“ Antwor-tet er S. 226. 227. u. s. w. das folgende:„Mich dünkt, es würde dem Bedürfnisseder Mehrheit der Jünglinge angemessener seyn,wenn die Lehrer sich befleißigten: dieselbenmit den Kunstausdrücken sowohl, als mit denHaupt-
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2 (1804) Widerlegung des von dem Professor Joseph Schram ohnlängst herausgegebenen Buches
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78
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