38dem Geiste nach, nämlich in sofern sie ausdem eigenen Wollen des Menschenhervorgehn, und wieder zurückfließen.1.Wenn die Wahrheiten, auf welchensogar das Wesen der gesammten Sit-tenlehre berüht, aus dem eignen Men-schenwollen hervorgehen, und auf dassel-be wieder zurückfließen sollten; d. h.: wenndas blose Menschenwollen urspringlich undrückführlich der Grund und Sitz der gesamm-ten Sittenlehre wäre, so würde der Willedes Menschen die einzige Quelle der gan-zen Sittenlenlehre ausmachen: aus diesemblosen Willen müßten alle Sittenlehren ent-springen, und auf ihn zurück geleitet wer-den.Der ewige Gesetzgeber, die Glaubens-lehre, die Kirche, ja selbst die unveränder-lichen Gesetze der Natur dörften sich in denStoff der Sittenlehre nicht mischen; dennsogar von den Letzten sagen die Kantia-ner “auch diese (die Naturgesetze) seyennichts anders, als wesentliche Verordnun-gen des freyen Willens eines Je-den.“ — Mithin ſollten die reineſten Na-kurgesetze, welche selbst die Gottheit den Men-schen mitgetheilt hat, und eben auch die gan-
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2 (1804) Widerlegung des von dem Professor Joseph Schram ohnlängst herausgegebenen Buches
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