Aufzug I.
Güte deines Herzens. Du hörst den Rath dei-ner Barden nicht; du verlachst ihre weisen Er-mahnungen. Ich bin vom Alter gebeugt; meinHaar ist grau. Kaum halten mich noch meinewitternden Füfse; mir sind vielleicht noch eini-ge Augenblicke übrig: aber diese schenke ich .dir. Du verwirfst meine Worte? Du schreibstmeinen Rath der Furcht zu ? Ich wünsche zusterben. Ich verabscheue, ein Zeuge deinerLaster zu seyn! Ihr Geister meiner Väter, ruftmich eiligst zu euren luftigen Hallen! DeineWuth zerreifst mein Herz! ich bin des Lebensmüde.
TU KT HÖH.
Ihr Söhne des Gesanges! Das Alter entkräf-tet eure Seelen ; eure Worte können mich nichtbeleidigen: ich kann hören und verzeihen eu-ren hochschwebenden Gedanken. Aber meinHerz ist in seinem Innersten verwundet. Ha!mir ist ein Knabe vorgezogen — mein Antragist mit Verachtung verworfen! — Ich binschimpflich behandelt; — dieser Gedanke zer-reifst meine Seele. — Er liegt auf mir, wieeine Welt; — nur Blut — Blut ist Labung
für mich!
( Er geht ab.)
Caril.Stürmende Leidenschaft verblendet sein
Herz.