Freie Aemter. 11?7
^ur> und auf dem Kirchhof zu Zurzach verübten Frevel bestrafen wolle. Absch. 20. n>. — 113. Der
""bvogt berichtet, daß ein gewisser Sutcr von Beinwhl Unzucht mit Vieh getrieben habe, von feinen
dern aber dermaßen über den Rhein spediert worden sei, daß er wohl niemanden mehr etwas zu leid
u» werde; derselbe bcsize ein schönes Gut, welches nun mit Beschlag belegt sei, hinterlasse aber neun
'» er; er bitte nun um Rath, wie er sich dabei zu verhalten habe.— Wird in den Abschied genommen
bscb. 4i, k — ILA. (1560). Vor den Boten der VII Orte meldet der alte „Trachslcr" von Münster,
! an, 5. Maj Sohn Jost in einer Schenke von Schneider Martin Huber fo gestochen worden,
cr in Felge dessen gestorben sei; der Thäter sei zu Münster bereits als Todschlägcr verrufen wor-
' kr bittet nun, man möchte denselben auch in den Freien Acmtern verrufen lassen. — Das Gesuch
'r in den Abschied genommen. Absch. Il5. I>. > l >5. Die regierenden Orte sollen ihren Entschluß
füglich dcö TodschlägerS Hnber nach Zug melden. Absch. litt. o. — (15)04)
^achs von Wittwyl klagt, daß Hans Rüttimann von Wittwhl vor einiger Zeit seinen Sohn
den meuchlings erstochen habe, weswegen derselbe vom Landvogt als Todschlägcr verrufen wor
der ^ bcrselbc sich nun aber ganz in der Nähe zu Mchrenschwand niedergelassen habe und ihm täglich
komme, so bitte er, man möchte denselben als Todschläger auS der ganzen Eidgenossenschaft
Ab^ all instnionilni» genommen, weil die Boten die Nebung in solchen Fällen nicht kennen
lstnei, ^ siiitil». Auf einen Bericht des LandvogtS, betreffend Lästerungen eines Gefan
Iis / ^knzburg, wird an Bern geschrieben. (Kundschaft des LandvogtS über diesen Handel, !l. Mai^ d Absch.
L- Nnbestiniiichare« Geschäft.
Aei«, (1550). Der Landvogt HanS „Füres" (Furrer) von Schwyz und Abgeordnete der Freien
bitten^Abschiede vom 2.5. Juni 1555, die etwas Neuerungen enthalten, und^ätiat ^ ihre» alten Bräuchen bleiben zu lassen. Die benannten Abschiede werden einstimmig be' «Worin diese Neuerungen bestanden habe», konnte nicht ermittelt Werdens Absch. tt. I>.
> I Pvlizeiliclies
bkse>^^ > > > (ltiittl). Der Landvogt berichtet, daß ein Orgelmacher von Basel den Johann von Lunk-aile,, ^kgenwart des Vogts Ritter von Uri einen Hcrrgottfresser und Schelmen gescholten und überi^'gen^'^" Dolch nach ihm gestochen babe. — ES wird ihm befohlen, den Orgelmacher ge
Absch dessen Anforderung an den Abt von Muri bis auf weiter» Bescheid in Beschlag zu »ebmen(dc„ ^ ^ verwendet sich bei den V katholischen Orlen für seinen Bürger M Mygcl
Zgird ^«klmachert damit ihm die in der Trunkenheit anögestoßenen Schcltungcn verziehen werden^ de» Abschied genommen. Absch. l l. — 121 Auf das Gesuch des Abts von Muri wird dembeiil^'"^'" ben V kathol. Orten erlaubt, die Orgel in Muri fertig zu bauen; er soll aber
Zg Abbogt die Buße für den Friedbruch bezahlen und dann das Gebiet der ) Orte meiden. Absch.stlost - HanS Klein von Niedcrwyl, der sich vor einiger Zeit mit Verena Hagenwhlcr,
trla Gnadcnthal, verehücht hat, bittet, man möchte ihm den Aufenthalt in den Freien Aemtern
°ber'd" ^ von Wcttingen anweisen, daß er seiner Frau entweder ihre Kleider verabfolge,
z^/bann das, was sie daran noch schuldig sei, bezahle. - Wird in den Abschied genommen. Absch.>^3. (1502). Der Landvogt berichtet, daß Fridli Mcver aus dem Amt Rothenburg zu H>z