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4,2,b (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
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Freie Aemter,

2lrt 7<». t l562). Die Brüder Albrecht und Jost Segesser, mit Beistand des Junkers Bernhard Scgcsser, Bogt zu Kaiserstuhl, haben einen Streit mit Schultheiß und Rath zu Mellingen in Betreff de?Twings zu Tägeri, welchen ihre Bögtc während ihrer Minderjährigkeit wegen Schulden an den Spitalzu Mellingen verkauft hatten, mit dem Vorbehalt des Rechtes, nach zehn Jahren diesen Twing wiedereinlösen zu können, dessen Einlösung ihnen nun aber wegen Ablauf des Termins von der Stadt Mcllingen verweigert wird. Erstere bitten, man möchte ihnen, obschon die zehn Jahre längst vorüber, dennoch in Bcrüksichtigung der Dienste und Gulthaten, welche das Geschlecht der Segcsser seit mehr all'zweihundert Jahren der Stadt erwiesen, den benannten Twing um die Kaufsumme und gegen Vergütungder allfällig darauf verwendeten Unkosten wieder zu Händen stellen. Die von Mellingen dagegen bitten,man möchte dieses nicht zugeben, weil die Ablosungszeit längst verstrichen und weil der Spital ohneln»arm und mit Leuten überfüllt sei. Wird ml mkti'nomlnw genommen, nachdem die Mehrheit sich in Wrüksichtigung der Umstände geneigt gezeigt hat, sich der Segcsser anzunehmen. Absch. Ui2. g. 77 (UMst-Beat Flekcnstcin von Lucern hatte zu Bcinwhl wegen seiner Frau einen Proceß und wurde mit sei»c>Appellation an den nieder» Gcrichtöherrn, nämlich den Abt von Eappel, gewiesen; Zürich glaubt »u»,daß die Appellation von Cappel nach Zürich und nicht weiter gehen solle; dagegen sagt der Urbar derFreien Aemter, daß von einem Gericht wohl an den Niedern Gerichtsherrn und von da an die Vll >cgierenden eidgenössischen Orte appelliert werden könne. - Wird all ii^tiuonllum genommen was »>«"weiter thun wolle, wenn Zürich von seinem Vorhaben nicht abstehen sollte. Absch. llgg g -- 78 DerAppcllationsstreit des Beat Flekcnstein von Lucern wird nochmals in den Abschied genommen um nacl'zuforschen, ob die Appellation von Zürich nicht weiter gehen könne, wie leztcres behauptet. Absch lllt). t. ^7.«». Bürgermeister von Cham meldet, daß Zürich in Betreff der streitigen Appellationen zu BcinwV>Nachfrage angestellt, aber nichts anderes habe herausbringen können, als daß selbe von den nieder» Gcrichten zu Cappel nicht weiter als vor die Obrigkeit zu Zürich gehen sollen. Daher wird dem Landvosü

Aber was hcrnach geschribcn statt, ?as soll gchörrcn minen gncdigen Herrn nun Lüstern» z», Nämlich so gebennd st, den Eid enw"Aman ,n ?ietwhl, den vieren», dem gannstc» gcricht vnnd onch dem Vorster, vnnd welcher den selben eine» schulte Z»» dem Eid, h'Inen von gcnicltcn minen gncdigen Herren von» Lüstern» oder dem Zwirn,,; Herren sso s>» darstn verordnen,eben ist der tatEid »il gnn,;, oder das einer ein gricht schulte, schmachte oder Inen zurcdte von dess grichis lvcgenn, oder du» einer nit lncUe,glicht vnnd vrtcil geben Hut. oder dos einer, so zun, glicht geschworren bot. dem Eid nitmg, täte,' oder so einem gepottcnbim Eid, Witwen vnnd Weisen oder wer des bcovrffte vogt zcsin, oder einem gcbvtten wnrd bim Eid, Knndtschofft zu geben», ^den,selben nit statt UM, oder dnrin» geschnltcn nnirde, oder Ivos sb bim Eid oder sonnst obgcmeltcr grichtssochenn durch Zrc Pettt»zu Dietivhl gebieten lonnd, vnnd sönilich Henndcl mistbrncht wurden», dos olles gehört zu straffen gesagten minen gncdigen Hcrr^von» Lüstern» zu. Desiglttchcn onch, wo sollich ire Pott vnnd Eid, soricht vnnd recht ,» Dictum! nnntrifft, »it gehalten ,vnrde,stadt Znen zu straffen vnnd zu bnsse» onch ,n.

Es ist onch ?r bevclch vuud Meinung, dos söllichc Lntrnng vnnd erkonndtnns, Znn das Vrbar der Sibe» ordtc» so dieEmbter bcvvgtcti, desiglhchcn Inn dem Zwinng Rodel zu Dietwvl Zngschribe», dnniit es .giinfftiger Zt» von beiden «heilen alsobnnd gcbrncht werde.

Vnnd wiewvl obstodt min gnedig Herren die Sechs ordt als von der Höchen obcrkcil wegen», so» es dvch nit änderst versta"^werden», dann das min gnedig Herren von Lüstern» als das Sibend ordt In» der Höchen obcrkcit onch begriffen, vnndgcrechtigkeit, theil vnnd gmcin haben», wie der mindern Sechs vrdtcn eins.

Actum vnnd geschcchenn Im tSotshnS Murri, vff mitwuch nach saunet Morgen, des heiligen Ritters tag, In, Zar desgesteh Tnsent, fnnnffhnnndert, Nim vnnd snnfstig Zar. l^,!. April löölh.

' Lnnndtschrvber zu Vndenn,