161So überall zu helfen war sein Stolz,Und seine Fehler selber gingen anDer Tugend Hand. Auf jeden Wink bereitIn seinem Hirtenamte, wachte er,Und weint' und fühlt' und bethete für alle.Und wie der Vogel jede SchmeicheleiUnd jede süße Liebkosung versucht,Die junge Brut vom Nest empor zu locken,So auch versucht' er emsig jede Kunst,Beſtrafte jeden ſchläfrigen Verzug,Und rief zur bessern Welt und ging voran.Zum Sterbebette, wo im letzten KampfDas Leben rang, und Sorg' und Schuld undPeinDas Herz zernagten, bracht' er Troſt und Muth.Auf ſein Gebot entfloh die Angſt und dieVerzweiflung aus der schwerarbeitenden,Beklemmten Bruſt, und Hoffnung ſtieg herab.Den Zitternden zu stützen durch Vertrau'n,Und seine letzten Töne lallten Preis.
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