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Gemählde der Kindheit und des häuslichen Glücks
Entstehung
Seite
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Von ihrer zärtlichen Unruhe geführt, kamsie zuletzt in das einsiedlerische Thal. Indemsie längs dem Ufer des Waldbaches hinging,bemerkte sie durch das Gebüsch Kleidungsstü-cke, die an einer Haselstaude hingen. Sietrat näher hinzu, und erkannte die Kleiderihres Erwin. Ha, hier also treffen wir uns!sagte sie. Zu gleicher Zeit rief sie: Erwin!Erwin erkannte die Stimme seiner Mut-ter; sein Herz sing an gewaltig zu pochen,das Gefühl seiner Schuld und der Anblickseiner Naktheit drückten so schwer auf ihn,daß er weder den Muth hatte, hervorzuge-hen, noch zu antworten; doch schleichter sich endlich leise ans Ufer, und verbirgtsich im hohen Schilfe, und hier, unbeweg-lich und sprachlos, die Augen am Boden ge-heftet, wünscht er das Geblätter, das ihnumgiebt, noch zehnmahl dichter.Himmel! rief Cleone, in banger Unruhe;er antwortete nicht! O ich elende Mutter!