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Gemählde der Kindheit und des häuslichen Glücks
Entstehung
Seite
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um schüchtern zu seyn. Sie hüpfte durch dasthauigte Gras der Wiese hin, und pflücktemit schnellem Raube die schönsten Blumen,die der Frühling freigebig genug umher ver-streut hatte, und legte sie sorgsam in einWeidenkörbchen, das sie am Arme trug. Ichnäherte mich ihr, und bot ihr einige Maß-lieben und Schlüsselblumen mit goldenen Kel.chen an, die ich von ohngefähr entdeckt, undabsichtlich für sie abgebrochen hatte. Sienahm sie mit dem süßen Lächeln der Unschuld.Siehst du, sagt' ich, liebenswürdigesKind, wie die Lerche sich aus ihrem Nestezwischen den Furchen des Ackers erhebt, undden Morgen begrüßt! Möchtest du mich nichtauch deine Stimme hören lassen?Sie sang eine kunstlose Melodie, die abermeine ganze Seele bewegte. In meinem Ent-zücken raubt' ich einen Kuß von ihren frischenLippen.