Hermann.
In, das war schön, ich maß es sagen;
Doch möchte ich jetzt weiter fragen,
Wer noch zu deutschen Landes PreisUns anderes zu sagen weiß.
Friß (begeistert)
Der deutsche Wald! —O welche Pracht!Wie ragt die Eiche da mit Macht,
Wie kraftvoll steht der Buchenbaum,
Wie Stolz die Tanne in dem Raum! —Und unten, tief im kühlen Grund,
Da murmelt leis der Quelle Mund, —
Es lauscht das Reh, die Amsel singt,
Ein Glöcklcin in der Ferne klingt —
Und überall geheimes Weben, —
Das ist des deutschen Waldes Leben! —
O, liebe Freunde, saget mir,
Wo traf man je so schöne Zier!
Ist nicht in aller Welt bekannt
Der deutsche Wald im deutschen Land! —
Karl.
Ja, un ferm Walde nichts kann gleichen,Wo wachsen sonst noch solche Eichen? —Doch möchte ich euch jetzt noch fragen:
„Wer weiß wohl ein Gedicht zu sagenDem deutschen Wald zu Lob und Preis?" —
Ernst.
O hört, ein schön' Gedicht ich weiß.
(Deklamiert:)
Die Eiche
Es war der Sturm mein größter FeindSeit meiner Kindheit Tagen,
Hat's übel stets mit mir gemeintUnd dacht mich nmzuschlagen;