letzten Jahren der unvergeßliche Otto Rethel, der mitseinem edlen Geiste und mit ebensoviel Umsicht und That-Kraft als Milde und Versöhnlichkeit auch in schwierigen Zeitenseines Amtes waltete und dessen Hinscheiden, im April 1892,nicht allein von seinen Sreunden, sondern von dem ganzenVerein schmerzlich empfunden wurde.
Gegenwärtig führt Ernst Bosch den Vorsitz, die Ober-leitung der Kommission liegt schon seit 1882 in den bewährtenHänden von lvilh. Haber t, und die Kasse verwaltet seit1877 Emil Schuba ck. Das Sekretariat hat mehrfachgewechselt; am längsten hat es Sritz Ebel in Händen ge-habt, bis leider schwere Krankheit ihn zwang, das Amtniederzulegen, dem er so lange Zeit und Kräfte geopfert hatte.
Iverfen wir nun einen Rückblick auf diese ZO Jahre dervereinsthätigkeit, so werden wir ein Gefühl freudiger Genug-thuung uns nicht versagen können. In dieser kurzen Skizzekonnte ja nur gedrängt auf die Wirksamkeit des Vereins hin-gewiesen werden. Lin großer Teil derselben entzieht sich jaauch ganz der Bekanntgebung, weil bei allen Unterstützungs-angelegenheiten von dem Vorstande die strengste Verschwiegen-heit gewahrt wird, wie manche Sorgen sind aber gemildert,wie manche Schmerzen gestillt! verdiente Künstler sind,wenn sie alt und arbeitsunfähig wurden, vor drückendemMangel geschützt worden; jüngere Kräfte haben es vielfachdem Verein zu danken, daß sie in Krankheitsfällen, nachenergischer Kur, wieder rüstig weiter schaffen konnten, wennfür die Witwen bis jetzt nur unzulänglich gesorgt ist, sohoffen wir, daß auch das sich mit der Zeit bessern werde,wenn aber die Unterstützungsthätigkeit mehr im verborgenenwirkt, so haben wir ein redendes Beispiel des Vereinswirkensvor aller Augen, das ist unsere Kunsthalle! Sie ist, wieaus dem vorhergehenden ja ersichtlich, so ganz das Pro-dukt des Vereins und hat sich so unentbehrlich erwiesen, daßman sich die Kunststadt Düsseldorf ohne dieselbe kaum mehrdenken kann.