verpflichtet. So unserm Mitglied, dem LandschaftsmalerGeder, der schon seit einer Reihe von Jahren dem Vereinjährlich ZOO Mk. spendet. Auch sein verstorbener Schwieger-vater, kerr Louis kaniel, sandte dem Verein jährlichreiche Gaben, sowie jetzt noch dessen Witwe und kerr Sranzkaniel.
Im kerbst 1892 wurde die ganze hiesige Künstlerschaftin außerordentliche Thätigkeit versetzt durch die AnwesenheitKaiser Ivilhelms II. Ls wurde für ihn in der Tonhalle eineüberaus reiche Aufführung veranstaltet, von den MalernSritz Röber und Carl Gehrts geleitet, welche die Ge-schichte Deutschlands von der Zeit des alten Barbarossa bisauf dessen Wiedererweckung durch Kaiser Wilhelm I. in leben-den Bildern vorführte. Line Wiederholung der Aufführungfand zum Besten unseres Vereins statt und ergab einen Über-schuß von 1Z OO0 Mk.
Im Jahre 189Z wurde von unserm Verein eine Eingabean den Kultusminister vonBosse gemacht, in welcher eines-teils um Vermehrung der Staatsmittel für die Kunst gebeten,andererseits die Bitte ausgesprochen wurde, bei Verlosungen,z. B. der Kölner Dombaulotterie, wiederum Gemälde als Ge-winne zuzulassen, wie es lange Jahre gewesen ist. Der Aus-fall dieser Einrichtung in den letzten Jahren ist von vielender hiesigen Künster sehr schmerzlich empfunden, um so mehr,da auch Amerika, früher eine der besten Absatzquellen für dieKunst, sich durch seine hohen Zölle fast ganz für uns abge-sperrt hat.
So ist unser Verein beständig bemüht, auch für die mate-riellen Güter der Künstler einzutreten.
Trotz der oben erwähnten so reichen und dankenswertenGaben hatte unser Verein am Schluß des Jahres 1892 zumerstenmal mit einem Defizit zu rechnen.
Ls waren in diesem Jahre 11128 Mk. für Kranken-unterstützungen ausgegeben, und unser vermögen, welchesschon 1891 die köhe von ZO1OZZ Mk. erreicht hatte, wies