unserm Verein ein Legat von ZOO» Mk. ausgesetzt, welchesmit dankbarer Erinnerung an den verstorbenen entgegen-genommen wurde.
In das Jahr 188Z fällt wiederum eine Petition unseresVereins an den Kultusminister um Vermehrung der Gelderfür Kunstzwecke im preußischen Staate. Dabei wurde nament-lich betont, daß es wünschenswert sei, für Ankäufe vonStaffeleibildern eine größere Summe auszuwerfen, da bisdahin die Monumentalmalcrei iminer den Löwenanteil davon-getragen habe. Zugleich wurde eine Denkschrift über dieganze Stellung der heutigen Kunst ausgearbeitet, welche denAbgeordneten von Eynern, Liesenbach und känel zurBesprechung im Abgeordnetenhause besonders unterbreitetwurde.
Das vermögen unseres Vereins war jetzt allmählich (1885)auf 181 SSZ Mk. herangewachsen. Dazu kommen im Jahre1886 noch mehrere schöne Vermächtnisse. So erhielten wirvom Baron Gtto von Stutterheim in München, zur Er-innerung an seinen Bruder, der Maler gewesen war, Z000 Mk.von Lräulein Math, keß, der Schwester des früher hierweilenden Max keß, ebenfalls aus München, 18000 Mk.Den Bemühungen des Vorstandes gelang es bei dieser Ge-legenheit, von der Königlichen Regierung die Anerkennungunseres Vereins als mildthätige Stiftung zu erwirken, wo-durch wir keine Erbschaftssteuer zu bezahlen brauchten.
Adolf Menzel in Berlin sandte uns in demselbenJahre zu seinem Jubiläum (70. Geburtstag) eine Gabe von1000 Mk.
Trotz aller dieser so sehr dankenswerten Gaben zeigte sichunsere Kasse noch immer zu schwach, um allen an sie heran-tretenden Ansprüchen Genüge zu thun. Ls mehrte sich mitjedem Jahr die Zahl der altersschwachen, zum Teil ganzarbeitsunfähigen Künstler, denen eine monatliche feste Pensionzugesichert werden mußte, um sie nicht dem Elend preiszu-geben. Außerdem waren auch bei jüngeren Malern die Sälle