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so sang er bei Ausbruch des Krieges hochbegeistert:
Auf, stolzes Ilohenzollernhaus!
Auf, drauf und dran, führ’ uns hinaus!
Und als der heisse Kampf beendet war, da sanger freudig:
O herrlich schöner Friede! Das heimische LandIst einig fest umschlungen vom herrlichsten Band,
Wir haben den Kaiser, wir haben das Reich !
Kein Reich ist auf Erden dem Vaterland gleich!
So war es ihm denn vergönnt, noch das Werdenund Wachsen des deutschen Einheitsgedankens selbsterleben zu dürfen, er, der so sehnlichst und begeistertvon dem Deutschen Reich und seiner Herrlichkeit inseinen Liedern gesungen hatte.
Nicht lange sollte er sich jedoch der Verwirklichungseiner schönsten Träume freuen; eine zunehmendeKränklichkeit zwang den »rheinischen Poeten«, wie ersich selbst genannt hat, Heilung von einer zunehmendenLeberkrankheit in dem Bade Neuenahr im Jahre 1873zu suchen. Aber vergeblich— am 29. Juni 1873 nahmdaselbst ihn der Tod allzufrüh aus unserer Mitte, denhochgeschätzten Dichter, Bürger und Freund, beweintvon seiner Gattin und seinen vier Kindern Max, Hans,Else und Toni*) und betrauert von allen denen, die ein
*) Die noch lebenden Geschwister des Dichters sind: LouisAugust Müller zu Antwerpen und Frau Wittwe ProfessorBecker zu Frankfurt a. Main.
Die noch lebenden Kinder des Dichters sind: i. General-consul Max Müller zu Antwerpen. 2. Professor Dr. Hans Müller,Erster ständiger Sekretär und Senator der Kgl. Akademieder Künste, Lehrer an der Kgl. Hochschule für Musik zuBerlin. Verfasser von: Lieder in Leid und Lust. 1873.Davos. 1875. Betrachtungen über das Studium der Kunst-wissenschaft. 1878. Armins Tod. 1882. Musik: Wilhelmvon Hirschau. 1883. Hucbald’s echte und unechte Schriften.1884. Abhandlung über Mensuralmusik; der König schläft.