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befreundeten Häusern, wo dieser als hochbejahrterGreis noch Stunden ertheilte und wegen der Klarheitseines Wesens, sowie wegen der Lauterkeit seinesCharakters hoch geschätzt war. Den Sohn des altenKapellmeisters, Ferdinand Ries, der ein Schüler Beet-hoven’s gewesen war, sah der Verfasser gleichfalls;ausserdem seinen Freund, den Professor Wegeier inBonn. Durch all dieses Erleben, Schauen und Hörenhaben diese Novellen einen Reiz erhalten, wie seltenderartige Dichtungen.
Im Jahre 1865 erfreute Wolfgang Müller diedeutsche Lesewelt mit zwei Bänden Künstlergeschichten:»Zum stillen Vergnügen«. »Wie der Titel des Buches,«schreibt der Verfasser, »so heisst ein Wirthshaus ineinem jener alten Rheinstädtchen, die in den engen,felsigen Windungen des herrlichen Stromthaies liegenund mit ihren alten Thürmen und Mauern, mit ihrengothischen Kirchen und erkergeschmückten Giebelnwie Griisse aus einer gemiithlichen Vergangenheit indie Gegenwart sehen.« In diesem Wirthshaus kehrteder junge Dichter auf seinen Wanderungen gern ein;dort traf er Maler mit reichen Skizzenmappen, Freundeaus Düsseldorf, und dann eiii fröhliches Leben.»Mitunter wetterte der Regen durch das Thal,« berichtetMüller weiter, »dann hockten wir in den gemiithlichen,mit altem Hausrath geschmückten Stuben und ver-trieben uns in anderer Weise die Zeit. Unsere Malerzeichneten Skizzen oder Bilder. War ein Poet dabei,so gab er sein Produkt aus seiner Mappe zum Besten.Hatten wir einen Musikanten unter uns, so mussteer ein Stück auf dem alten Klavier vortragen. Die