Diese Erzählungen des rheinischen Chronistensind eine wahre Fundgrube für den Freund der Lite-ratur und Kunstgeschichte, denn der Verfasser ist beiseiner Arbeit nicht allein schriftlichen Urkunden ausden Kreisen, welche er schildert, sondern auch münd-lichen Ueberlieferungen und eigenen Anschauungenund Erlebnissen gefolgt. »Ich darf wohl behaupten,«schreibt Müller in Bezug auf »Karl Immermann undsein Kreis«, »dass ich in den meisten Dingen Augen-zeuge der dargestellten Katastrophen war. Immermann,Grabbe, Mendelssohn, Reinick, I lasenclever haben mirvor Augen gestanden, wie ich sie zu zeichnen ver-suchte, Norbert Burgmüller war mein erster Freund.Auch Stange und Lübke wurden nach dem Lebengemalt.« Die Novelle »Aus Jacobi’s Garten« schöpfteder Verfasser aus den Mittheilungen des GeheimenRegierungsrathes Fassbender, der interessante That-sachen aus dem Munde des alten Kupferstechers undProfessors Thalott hatte, der viel in Pempelfort ge-wesen war. Dazu ist noch zu bemerken, dass sich dieSchilderungen auf lokale Anschauungen gründen, dennschon als Knabe kam der Dichter in das Pempel-fort’sche Haus. Für den »Furioso« boten sich in Bonnhinreichende lokale Studien. Der Verfasser suchte undfand Gelegenheit, von alteingesessenen Einwohnern dieUeberlieferungen der Vergangenheit zu erlauschen.Sein früherer Aufenthalt in Bonn als Student kam ihmdabei vortrefflich bei der lokalen Zeichnung zu Statten.Aber noch mehr, er lernte einen Jugendfreund Beet-hoven’s kennen. Als er im Herbst 1835 nach Bonnkam, traf er den Kapellmeister Ries in verschiedenen
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Wolfgang Müller von Königswinter : sein Leben und die Bedeutung seiner Werke für das deutsche Volk
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31
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