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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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inehr sein, die für einen solchen Empfang sich auf einpaar Stunden im Thurm bequemten. Ich werde nurdas Zusehen haben, und in dieser Hoffnung schon meineich vor Freude gegen die Decke zu fliegen. Der Bo-den brennt mit unter den Füßen. Gleich geht's Juch-heisa! (ab.)

Helena. O Irmgard! Irmgard! welche qual-vollen Augenblicke! Wie träge schleicht die Zeit!

Irmgard. Vertraue nur getrost dem Rath!

Helena. O, wenn ich ihn nur frei wüßte, die-sem Netze der Bosheit enthoben; ich wollte auf alleAnsprüche am Leben verzichten, wollte mit Freuden inein Kloster gehen, Gott zu danken immerdar!

Irmgard. Beruhige Dich, es wird Alles gut«erden.

Helena. Gott ist mein Vertrauen. Die Machtder Bösen währt nicht lange. Ihre Schliche müssenoffenbar werden. Gott sendet der bedrängten Unschuldauch noch heute den Engel der Rettung.

Irmgard. Ja, so ist's, und dieses Werkzeugder Rettung ist Rath Meyer.

Helena. O Irmgard! (Mt ihr um den Hals)im Kerker! an der Wohnstätte verworfener Verbrecher!entsetzlich! jede Minute schlimmer als der Tod!

(Beide ab.)