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schreibt, zudem hat er die löbliche Gewohnheit, daß erUnter Alles, was er schreibt, auch seinen Namen setzt.Wenn das aber geschehen, so darf ich erst vor vielemVolke damit hervortrete», denn unter vier Augen würdeder Herr die Schrift zerreißen, und dann wären wirnicht weiter wie jetzt. Drum müßt Ihr das Fräuleinauf den harten Gang vorbereiten.
Irmgard. Ist das aber auch recht, Herr Rath?Ast eS nicht Täuschung oder gar — wie soll ich sa-gen —
Meyer. Betrug meint Ihr — Ei! Alles in derWelt hat so seine Weise, und dafür bin ich Narr, umPosten zu treiben. Hab' ich als Narr das Privilegium,die Wahrheit zu reden, so Hab' ich auch das Vorrecht,alle Mittel anzuwenden, die Wahrheit an den Tag z»bringen.
Irmgard- Eine gerichtliche Untersuchung würdeaber doch auch die Unschuld meines Bruders hervorstellen.
Meyer, O heilige Einfalt! Der schon ausge-sprochene Wunsch des Kurfürsten, daß der vermeintlicheMissethäter bestraft werde, ist ihm in gerichtlicher Un-tersuchung gefährlicher, als das verbrechen selbst. Dahat die hochpreisliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karlsdes Fünften so einige Mittelchcn — die Tortur —
Arm gard. Hu! entsetzlich —
Meyer. Still! still! So weit soll's nicht kom-men. Aber alle. Bedenken müßt Ihr fallen, lasten.
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