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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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ihrem Feintuch berühmt durch die schönen Handschrif-ten, das muß man ihren Schulen nachrühmen, und imRechnen haben sie's noch weiter gebracht, die einen inder doppelten Buchhaltung, die andern in der doppeltenKreide. Aber hurtig mein Kind! Ich Hab' mich vonder Tafel fortgrschlschen. Die wird sogleich aufgehobensein und alsdann ist der beste Zeitpunkt, der darf nichtversäumt werden. Große Herren und sogar Löwenund Tieger sind nie milder gesinnt, als bei gefülltemMagen. Ein leerer Magen macht Unbehagen. Hun-ger macht Grimm und den Mildesten schlimm. (Wen-det sich wieder zu Irmgard, währenv Helena fortschreibt.)

Irmgard (heimlich zu Meper). Er ist sonst einso guter leutseliger Herr, der Kurfürst, und gegenmeinen braven Bruder so hart, so ungerecht,

Meyer (ebenso von Helena abgewandt). Er ist sognt, wie das Wasser tief ist; aber Ihr Bürgerslcuthabt keinen Begriff davon, wie so ein Landeoherr denKopf oft warm gemacht kriegt. Sein einziger Fehlerist der Eigensinn, und wenn er einmal auf falscherFährte ist, so bleibt zu besorgen, daß er das gröbstestlnrecht thut, um Recht zu behalten. Ich werde ihmaber auf die rechte Bahn helfen, nolens volens, er magwollen oder nicht.

Irmgard. Da wird ihn die Bittschrift derHelena schwerlich überzeugen.

Meyer. Ich sagt' Euch ja schon, ich werd' ihmdie Schrift zurecht fasten, daß er nicht weiß, wohin er