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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Waibel (hält ihm den Brief vor). Da seht Jhr's,da habt Jhr's, Schwarz auf Weiß. Hier habt Ihr dasHandgeld, einen ganzen Kronenthaler, weil Ihr einJunker seid.

Franz (schleudert das Geldstück hin). Was? Ver-dammte Geschichte! Alle Teufel, ha! ich merke! Lieb-ster Herr Waibel, das ist ein Versehen, ein Fehlgriff,durch meine Voreiligkeit. , Laßt mich den Brief wiedermitnchmen, bester Herr Waibel

Waibel. Nein, Ihr bleibt hier, und der Briefauch. Im Namen Sr. Kurfürstlichen Durchlaucht, Ihrseid mein Arrestant.

Franz. Ho! Herr Waibel, nehme Er doch Rai-son an. (Will ihm die Börse reichen.) Hier, nehmt aufAbschlag. Es soll Euer Schade nicht sein.

Waibel. Was? Einen kurfürstlichen Werbbe-amten, einen alten Soldaten, der in Ehr' und Pflichtgrau geworden, will Er bestechen? Er Judas Jscariot?Und wenn Er einen Klumpen Gold brächt' aus Prie-ster Johannisland und einen Haufen Seide aus Saba zEr soll mir nicht entwischen.

Franz. Welche Unverschämtheit! Mir? mir das?Das wird Ihm sauer werden! (tritt zurück, will nach derThürc, der Waibel hält ihn 11P. .den Rockschößen fest, Franzstößt ihn zurück. Waibel bläs't in eine gellende Pfeife; Franzgelangt bis zur Thüre; da begegnen ihm Schröder, Krupp,Neres und Andere, die ihn festhalten und binden).

(Frau Spierlich kommt, lacht.)