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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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sprangen die Funken, und Freund und Feind nahm dieFlucht, die Thüren und die Fenstern waren zu eng.Aber so etwas darf man nicht als Bauer ohne Strafund Brüchte. Jetzt aber sollt' ich's, jetzt läßtman mich zu Hause wo ich in den alten Schartekenmeine Zeit durch Lesen vertreiben muß. (setzt sich.)

Waibel. Da hätte Er am Ostermontag bei unszu Lülsdorf sein müssen. Schröder, da ging's drunterund drüber. Da gab's Arbeit für Ihn. Fünfzehn Mannstark rückten wir auf den Tanzsaal, wo wir die Bur-schen aufgreifen sollten. Da sprangen sie auch ausFenstern und Thüren hinaus, bis wir unsre Bögel ein-gefangen und ihnen die Flügel gebunden hatten. Alswir aber auf dem Transport waren gen Langenbrücken,da wurden wir von allen Seiten angefallen von demBauernvolk; die Väter, die Brüder, die Oehme, dieVettern, die Nachbarn, sogar die Schwestern und dieMütter, die Muhmen und die Bräute der eingefange»neu Burschen, mit Schaukeln und Hacken, mit Dresch-flegeln und mit Stoßgabeln, mit Stöcken und mit Stei-nen und mit fürchterlichem Geschrei und Gekreischich meint' der jüngste Tag sei da. Wir hatten unsreFlinten mit Kugeln aus Fett und Kuhhaaren und mitSalz geladen und gaben Feuer, rechts und links, sovielwir schieße» konnten. Das Bauernpack kam uns abertrotzdem auf die Haut und wir mußten unser» Fangdran geben und wurden jämmerlich zerfetzt und zer-bläut, daß der Feldscheer wohl 14 Tage lang an un-