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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Krupp. Hätt' Ihm gerne mein Pläsir dabetbberlasien, Schröder. Da mußt ich auch noch in fünfStunden von Langenbrücken hierher reiten, um geradezur rechten Zeit anzukommen, mir die Landkarte in-Gesicht zu holen.

Schröder. Ha! bei jeder Kirmes, bei jedemGelag, wenu's unter der Linde so voll war, daß es sichdrängte, da hat's mir immer in de» Fäusten gekribbelt,und ich habe gedacht: Ha! was wäre das eine Freude,so aus Herzenslust, so recht von oben herab dreinschla-gen zu können, daß die Haare davon fliegen. Dasist einem ein so prächtiges Gefühl in der Hand, undes läuft einem wie ein Glas Münsterländer über dieSeele, wenn die Faust von einem Maul auf das anderefliegt, von einer Stirn auf die andere, und die Nasenzusammenpatschen wie mürbe Mispeln und die Burschenhinpurzeln wie die Schneeflocken. Das Herz im Leiblacht mir immer, wenn ich so dran denke.

Ja, ich hab's einmal zu thun gehabt, da war ichso ein Bursche von noch nicht sechszehu Jahren, dawar's aus dem Tanzsaal los und die schlugen sich überund über und meinen Vater hatten sie unten. Dakönnt' ich noch nicht viel ausrichten mit den Fäusten»aber ich hatte mir ein Scheitholz angeglüht, daß esflammte wie eine Fackel, und bis in die Mitte ange-kohlt war. Damit fegte ich dazwischen, da gab's Bahn.Das konnte mir Niemand aus den Händen reißen undwo ich hinschlug, da flammt es auf der Schwarte und