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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Schatten sein kleiner Finger ist mehr werth, als derganze Franz mit Kopf und Gekröse, sammt dem Hof-kammerrath mit seiner Perrücke.

Krupp. Daß der Teufel die vermaledeiten Lie-beShändel!

Spier lich. Es hat sich wohl, wenns des liebenHerrgotts Wille ist, daß sie sich haben sollen. Es sindso gute brave Kinder, die beide», und es ist keine Chri-stenseele im ganzen Städtchen, die das Fräulein demSchatten nicht gönnt und den Franz nicht hin ver-wünscht, wo der Pfeffer wächst. Hättet Ihr den Franzholen wollen sammt dein Hofkammerrath, da würd' sichNiemand drum gerührt haben, sie würden ihm Alle gernauf den Rücken gesehen haben.

Waibel. Aber die StandeSungleichheit wieder-strebt doch Gottes Weltordnung, Frau Margaretha.

Spier lich. Ei, Narrenpossen! Larifari! Ei duliebe Zeit! was anders ist Gottes Weltordnung, alsdaß sich kriegt was sich liebt, und daß die Liebe nachdem Herzen und nach der Tugend geht, nicht nachdemStammbaum und nach dem Geldsack. Sind wir nichtAlle von einem Stammbaum, alle Geschwister einesAdels von Adam her?

Waibel. Lauter Schwestern und Brüder; aberda ist die Sündfluth gekommen und hat die Brüder-lichkeit abgcschwemmt.

Spierlich. Laßt das gut sein. All das Was- 'ftr hat es nicht abschwemmen können und alle Bäche