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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
Entstehung
Seite
91
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S1

v. Möllheim. Ein Werbsoldat ist durch einenSteinwurf getödtet, ein Unteroffizier blessirt und mehreBürger sind durch die Werber verwundet.

Kurfürst.

Und diesen Schatten, diesen BösewichtKönnt Er an seinem Amte dulden? Wie?

v. Möllheim. Seiner rebellischen Gesinnungenwegen war er den Werbern empfohlen.

Meyer. Eure Kurfürstliche Durchlaucht könnenversichert sein, daß etwas Absonderliches hinter dieserSache steckt. Ich behaupte, daß der junge Mann völ-lig schuldlos ist.

Kurfürst.

Aufwieglung, Mord und Todtschlag und noch schuldlos?Wo denkt Er hin? Das peinliche GerichtSoll richten diese sonderbare Unschuld,

Die zehnmal schon den Strang verwirkt.

Nach Düsseldorf mit ihm, Stockhieb' sein Willkommgruß,Ihm wird sein Lohn, so wahr ich Kurfürst bin.

(ab.)

Siebenter Auftritt.

Meyer und v. Möllheim.

Meyer (dem Kurfürsten nachskheiid). Und der UrbanMeyer ist auch noch da! Da hat Er eine bitterböse Ge-^ schichte angezettelt, Herr Hofkammerrath. Das dünneBrett, worauf Er tanzt, könnt wohl Umschlägen. Und