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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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ist eben nicht wie ein robes Ei, das ausläuft, wennes nur angestoßen wird. Da kann's einen Stoß ver-tragen. Solche Würde ist wie ein Bandwurm, dersogleich aus sich selbst heraus nachwächst, jemehr mandavon nimmt, desto länger.

Kurfürst. Pfui, Banerl, welch ein garstigerVergleich.

Meyer. Sie ist wie ein Quell; je mehr mandavon schöpfet, desto klarer fließt er. Sie ist wie dieSonne; man kann sich vor ihren Strahlen verkriechen,kann ihr aber keinen Strahl entziehen.

Kurfürst. Das Gleichuiß ist nicht seine Sache,heut

Meyer. Heut' aber ist eine dunkle Wolke vordiese Sonne getreten; ich hoffe, Eure Durchlaucht wer-den den braven Unterthanen, die im Dunkel weggingen,Euer Licht wieder leuchten lassen.

Kursürst.

Ei! Banerl, das versteht Er nicht, man mußHier ein Excmpel statuiren, sag' ich Ihm.

Meyer. Die Unterthanen aber werden sagen:' es ist doch so geheuer nicht mit der Milde und Ge-rechtigkeit unseres Pfälzischen Herrn; er ist ein Tyrann,der ungehört verurtheilt.

(v. Möllheim tritt ein.)

Kurfürst. Sieh! der Hofkammerrath. Wie wardie Sache?