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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Tage lang des Kurfürsten Rock getragen hast. DerWein ist ein köstlich Getränk, aber man muß ihn zugenießen wissen. Als ich zuerst den Soldatenrock an-zog, da ging's mir noch schlimmer, als Dir, dennich war Student und sollte geistlich werden. Da halt'ich mich aber mit einem Mädchen eingelassen, hatt'Schulden gemacht, und wurde von dem Einen und demAndern los durch den kurfürstlichen Dienst. Das istfreilich schon lange Zeit her, unter des hochseligen Kur-fürsten Johann Wilhelm's goldner Zeit. Gott Hab'ihnselig. Nun, Rottmeister Neres, Er hat dem Schröderdie Kriegsartikel vorzulesen und ihm besonders einzu-schärfen, daß einem Deserteur nichts gewisser ist, alsder Galgen. Nun, Schröder, will Er beim Fußvolkoder bei der Reuterei eintreten?

Schröder. Ich bin gerne kurz bei der Erde;auf eignen Beinen steht man am festesten. Ich magnicht Pferdsknecht sein.

Neres. So recht, Kamerad, noch einmal ange-klunken; dann will ich Ihm zeigen, wie ein rechtschaffe-ner Soldat sein Gewehr tragen muß. (Trinken.)

Schröder. Nur her mit dem Kuhfuß.

Neres (gibt ihm ein Gewehr). So! nicht wie eineMistgabel; so muß Er die Muskete tragen. Das heißtmanGewehr über". Dabei muß Er aber nicht auf dieErde sehen, wie ein Mädchen, das Stecknadeln sucht.Den Blick frei weg! und das auf eine ganz barbarischeArt und Weise. Sieh! ich mache Ihm die Griffe vor.