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Glas.) Karl Theodor, unser gnädiger Herr und Kurfürstsoll leben, und die Liesbeth, unsre gnädigste Kurfürstindaneben. Er ist zur rechten Zeit gekommen, den gnä-digen Herrn zu sehen, denn morgen wird der FreiheitHükeswagen Heil wiederfahren, daß ihr das Antlitz desLandesherrn leuchtet und er sie mit seinem hohen Be-suche beehrt, und so thu ich Dir Bescheid, Schröder,auf gute Kameradschaft!
Krupp und Neres (reichen ihm die Hand und trin-ken ihm zu). Gute Kameradschaft in Reih und Gliedund Ueberall.
Waibel. Und nun setzet Euch, Kinder, und laßtuns ein Glas zusammen trinken. Das ist deutscherSoldatenbrauch. Da lernt man sich am besten kennen.In vivo voritus — sagt der Lateiner, Tals villum «zualoGuter Wein und gutes Latein — drauf laßich mich allzeit gerne ein.
Schröder. Ich hab's lieber Deutsch, weil's derMensch versteht, und Hab' lieber den Schnaps, da fühltman doch, daß er einem über die Seele fährt. Ichkann alles laste Zeug nicht leiden. Aber hol' der Teu-fel das Latein, dran kann man nicht einmal hören, obman gelobt oder geschumpsen wird.
(Schröder stopft eine Pfeife und zieht Stahl und Stein her-vor zum Feuerschlagen, nachdem er vorher die Pfeife auf derSohlenspitze des Schuhes ausgeklopft hat.)
Waibel. Die Bauernnatur steckt noch in Dir,Schröder, das wird sich aber geben, wenn Du erst acht