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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Der Reichthum aber kommt vom Nehmen, und da istes trauriger, daß die Herzlosigkeit den Ton angeben soll.

Meyer. Beides Unsinn, gnädige Frau; der Jun-ker hat zu den Tugenden seiner Ahnen Nichts beige-tragen und der Geldstolz verwechselt die eigne Personmit dem gefüllten Geldsacke, der auch den Esel ange-sehen macht, so lange er ihn trägt. Das Geld an sichist wenigstens doch noch nützlich. Mit dem Adel aberist gar Nichts anzufangen. In meinem Standpunkteals Narr verachte ich jede Thorheit und ehre nur dasselbsterworbene Verdienst als des Menschen eigenstesEigenthum. Da wird aber der Verdienst und das Ver-dienst in der Grammatik und im Leben zu oft verwech- -selt. Nur eigne Tugend ziert ihren Mann, und so istmsx der Schatten lieber, als hätte er zwanzig ritter-bürtige Ahnen im Stammbaum und 20,000 Dukatenin der Kiste.

Frau v. Breidenbendt. Ich sehe ein, daß Ihrgewissermaßen volles Recht habt, aber

Meyer. Ihr wollt sagen: die Gewohnheit habeauch ihr Recht, und das Vorurtheil auch. Beide habenvolle Berechtigung auf Vergessenheit. Doch ist es Zeit,meine Reise zu rüsten. Pis morgen denn!

Frau v. Breidenbendt. ^.äisu, won «dereonserller!

(Beide ab.)