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führung eines äspositi von 180 oberländischen Guldengeklagt. Sintemal Gauländer dies Geld in Gemein»schaft mit Moses Mendel, Jud zu Siegburg, der Spier-lichs in Verwahr gegeben zu haben behauptet, und dieWittwe die Abführung des äspositi angeblich weigertunter peremptorischen Einrede, daß sie selbige Summabereits au Moses Mendel, Jud zu Siegburg, abgeführethabe. — Die Sache steht zur Vernehmung und »achBefund der Umstände zum Urtheilspruche ausgesetzr.
Spierlich. Ich kann doch nicht zweimal zahlen,Herr Hofkammerrath. Da sollt mir doch mein ganzesArmüthchen, was ich mir mit Schweiß und Fleiß er-spart habe, drauf gehen.
v. Möllheim. Sie hat hier das Maul zu hal-ten bis sie gefragt wird. Antworte sie! Ist der Klage-grund, das litis kunäamoutuM richtig?
Spierlich. Nein, der Kerl hieß nicht Mentumsondern Jud Mendel und er liegt mit dem Gauländerunter Einer Decke um eine arme Wittwe um's Ihrigezu bringen. Denn sehen Sie —
v. Möllheim (ärgerlich). Papperlapap! Beant-worte Sie was sie gefragt wird. Hat Ihr der Gau-länder die 180 Gulden in Verwahr gegeben?
Spierlich. Ja, in brabänter Kronenthalern,einen blau gestreiften Beutel voll, und ich Hab den Wai-bel Sandrkuter zum Zählen gerufen. Es war des Mon-tags nach Judica, da hatten wir so eben de» Morgen-brei gegessen und ich dachte an allerhand Widerwärtig-
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