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Meyer. Nur ohne Umstand', Herr Richter, Grob-heit ist eine Zierde der Mannheit, die einer richterlichenPerson wohl anstcht, nur muß sie nicht aus der Rollefallen. Der weise Sirach spricht:
Wer nicht von Herzen zürnen kann,
Der ist kein tugendhafter Mann.
Wüs meine Wenigkeit betrifft, so Hab' ich so eine Lieb-haberei, die Bauern abthun zu sehen, und da es gradeGelegenheit dazu gibt, so war ich so frei, anzupvchen.
v. Möllheim (für sich). Daß der Satan den un-gebetenen Gast — (laut) sehr angenehm, sag' ich. Bittesich niederznlassen. Gerichtschreiber, laß Er die Par-theien aufrufen.
Rettig (klingelt. — Gcrichtsdiener tritt ein.) ConradHerweg von Hambuchen.
Achter Auftritt.
Gerichtsscenen.
(Herweg tritt ein.)
v. Möllheim. Conrad Herweg, Seine verdamm-ten Bauernschliche, wie Er unfern gnädigen Herrn, un-fern Kurfürsten, betrogen hat, kommen an den Tag. Ge-richtschreiber, lcs't ihm das Urtheil.
Rettig (lies't). Uiotoeollntum Amtsverhör inllnstro HüelcesrvaKen in tormino lioäierno, die 8 a-turni anni 1754 ultimo ^prilis. „Weilen Zeugen TheißRötlich und Schefftn Winandts confirmiret, wessen Con-rad Herweg zu Hambuchen beschuldigt, daß derselbig bei