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unsre Symbole sähe, unsre Arbeit, er würde uneingeweihtvon dannen gehen. Das Geheimniß der Maurer wirdnur dem verständlich, der durch unausgesetztes Denken,durch anhaltende Arbeit an sich selbst, sich in die Maurereihineinlebt. Aber die in das Geheimniß Eingeweihtenschreiten weiter und weiter auf der Bahn der Vervoll-kommnung. Und mit jedem Schritte, den sie thun, ändertsich auch ihre geistige Physiognomie und ihr Zustand desHerzens. Sie werden strenger und strenger in den An-sprüchen an die Sittlichkeit. Nichts Laxes, nichts Lockeres,nichts Einseitiges, nichts Zweideutiges duldet der wahreMaurer in sich, und so hat er auch eine gewaltige Anti-pathie vor jeder unschönen That seiner Umgebung. DerMaurer wird nie das Gemeine, das Rohe entschuldigen,uud sähe er es auch am sogenannten großen Geiste; alsächter Künstler ist er streng und unparteiisch. Die schönenZüge im anspruchslosen Bilde eines Armen entlocken ihmThränen der Freude; aber die Flecken im Lebensbilde desReichen trifft sein strafender Blick. Sich gleichsam in dasIdeal der Tugend denkend, wird er in seinem Urtheil reinund unbestechlich. Aber je strenger und edler die Maurerwerden, desto mehr lieben sie sich auch unter einander-Und auch diese Liebe gehört zum maurerischen Geheimniß.Wie ists im Reich der Töne? Wir finden da ein Ge-heimniß der Harmonie. Alle Töne streben nach Einklangund Harmonie. Je mehr sie aber sich der Harmonienähern, desto harmonischer sind sie auch unter sich. Undsie sind es, weil sie Töne einer Harmonie sind. Warumlieben sich die Maurer so sehr? Eben weil sie Maurer, d. h.Arbeiter am Ideal der Welt sind. Und je mehr sie ächteMaurer werden, desto reiner, desto inniger und wärmer