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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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wo ich mich niederlassen könnte. Als ich einige Schrittevorwärts that, da erblickte ich eine Gestalt vor mir, welcheich sofort als einen Boten aus der bessern Welt erkannte.Sein Angesicht strahlte so mild und freundlich, sein Kleidwar weiß, und um dasselbe schlang sich ein blaues Band,auf welchem ich mit goldner Schrift die Worte las: NurLiebe und Treue führt ans Ziel."Mensch, einsamerWanderer, was suchst Du hier?" so redete mich die Gestaltan, in welcher ich nun den Genius der Maurerei erkannte.Ach, ich suche das Ideal der Menschheit!" rief ich undgedachte meiner Zweifel, die mich im wachen Zustandebeschäftigt hatten.Hast Du Kraft zum Steigen und einenscharfen Blick zum Schauen?" fragte mich der Führer weiter.Auf meine bejahende Antwort rief er:Komm mit!" undführte mich nun über die Insel hinweg, bald über Hügel,bald durch Schluchten, bald auf schmalen Wegen, wo ichfurchtbare Abgründe vor mir sah, bis zu einem Felsen, aufwelchem ein ungeheures Schloß sich erhob, dessen mächtigerThurm den Himmel zu berühren schien.Dies Schloß,"rief mein Führer,ist ein Sammelplatz der Menschheit.Die Sterblichen bewohnen darin einzelne Stufen, und treibendort dasjenige, was ihr Lebensideal ist."Führe michhinein!" bat ich. Wir traten an ein Thor, welches mitBlumen geschmückt und mit Zierden aller Art versehen war.Ueber dem Thore stand: Der Güter höchstes ist der Genuß!Das Thor öffnete sich und wir traten ein. Welch ein An-blick ! Ich sah die herrlichsten Säle geschmückt mit Allem,was nur die Liebe zum Schönen, oder die Lust am Genußsich wünschen kann. An die Zimmer schloß sich ein Gärtchen,welches mit wunderbaren Lauben, die aus lauter Blumenzu bestehen schienen, ausgestattet war.Welch eine Pracht